Mercedes GLK 250 CDI 4Matic 7G-Tronic im Test

Mercedes GLK 250 CDI 4Matic
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Harmoniert der Diesel mit der 7G-Tronic?

Mercedes GLK 250 CDI 4Matic © Stephan Lindloff 18 Bilder

Im Geländewagen Mercedes GLK arbeitet der 204 PS starke Vierzylinder-CDI erstmals mit der 7G-Tronic zusammen und macht so dem V6-Diesel Konkurrenz. Aber kann sich die neue Kombination auch durchsetzten? Einzeltest.

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Es ist wichtig, Verwandtschaftsverhältnisse sauber zu klären. Der Slogan „Willkommen zu Hause“, mit dem in Anlehnung an den Mercedes W124 die aktuelle Mercedes E-Klasse beworben wird, beschreibt eigentlich viel besser den Mercedes GLK .

Mercedes GLK - der neue SUV von Mercedes 1:31 Min.

Der Diesel passt gut zum Mercedes GLK

In dem kompakten SUV weckt nicht nur die Anordnung der drei Rundinstrumente inklusive hexagonaler Behausung Erinnerungen an die damalige Mittelklasse. Vor allem die steil stehende Windschutzscheibe und das schmal bauende Armaturenbrett lassen die Vergangenheit in erfreulich übersichtlicher Art und Weise wieder aufleben. Da passt der kerniger als der geschmeidige V6-CDI laufende Vierzylinder-Diesel prima ins Bild, der nun erstmals in seiner bislang stärksten Ausprägung im kleinsten Allrad-Benz seinen Dienst verrichtet. Aus 2,1 Liter Hubraum entwickelt der intern als OM 651 bezeichnete Motor 204 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern, das bereits bei 1.600 Umdrehungen über das serienmäßige Siebenstufen-Automatikgetriebe herfällt. Der Wandlerautomat lässt sich – wie aus anderen Modellen hinlänglich bekannt – nichts von dem Stress anmerken.

Souverän münzt er die Leistung über den elektronisch geregelten Allradantrieb 4ETS in schlupffreien Vortrieb um. Subjektiv entspricht die Beschleunigung für den dank Komplettausstattung 1,9 Tonnen schweren Mercedes GLK mindestens einem 400 E aus der „Willkommen zu Hause“-Zeit, objektiv lässt er sich mit 8,5 Sekunden mehr Zeit als vom Werk vorgegeben (7,9 Sekunden). Ein Patzer? Bei einem Gelegenheits-Offroader kaum.

Verbrauch fällt negativ auf

Da fällt schon eher der Verbrauch negativ auf. Mit einem Testdurchschnitt von 9,7 L/100 km kann sich der 250 CDI nicht von der sechszylindrigen Konkurrenz absetzen. Andererseits schluckt er auch nicht mehr als diese, weshalb der Aufpreis von 4.522 Euro zum 350 CDI getrost in Sonderausstattungen investiert werden kann – die dazugehörige Liste ist nach Art des Hauses gewohnt üppig dimensioniert.

Kunden, die Wert auf Komfort legen, sollten sich dabei jedoch die 19-Zoll-Räder verkneifen. Wirklich herb federt der Mercedes zwar auch mit den großen Schuhen in Kombination mit dem Serienfahrwerk nicht, doch speziell bei langsamer Fahrt lässt er die Insassen durch trockenes Abrollen spüren, dass der Preis für die Schönheit über Geld hinausgeht. Besonders positive Auswirkungen auf das Handling konnten ebenfalls nicht festgestellt werden. Im Grundpreis inbegriffen ist dagegen die kantige Karosserie, die zielgenaues Einparken ermöglicht und ihren Passagieren überdies ein gutes Raumgefühl schenkt – wie zu Hause eben.

Tabelle (techn. Daten)

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