Neben klassischen SUV haben sich inzwischen sogenannte Crossover etabliert, die etwas höher als normale Personenwagen bauen, aber auf gleicher Technik basieren. Zu Letzteren gehört der CX-30 , der auf dem Unterbau des Mazda 3 steht und in den Dimensionen einen Respektabstand zum CX-5 wahrt.
Dem SUV eifert der Crossover in der Karosseriegestaltung mit Plastikplanken ringsum und einer Bodenfreiheit von 17,5 cm nach, die der CX-5 je nach Bereifung um knapp 20 mm überbietet. Innen übernimmt er jedoch die sportlich-niedrige Sitzposition des 3, während man im SUV ähnlich hoch wie auf einem Stuhl sitzt. Anders als im kleineren Mazda lässt sich die Mittelarmlehne nicht verstellen, weshalb sie mit beiden Händen am Lenkrad nutzlos wird.
Über Land zeigen sich die 113 kg Mindergewicht und der niedrigere Schwerpunkt beim CX-30 in viel zügigeren Reaktionen auf Lenkbewegungen und im geringeren Wanken des Aufbaus, obwohl er nur wenig straffer abrollt als der insgesamt bequem federnde CX-5. Dieser handelt Kurven zwar nicht so athletisch ab, aber durchaus souverän und mit ebenso guter Rückmeldung der Lenkung. Allerdings bremst er deutlich schlechter, denn mit 37,2 Metern braucht er aus 100 km/h 2,4 zusätzliche Meter.
Dafür bringt die serienmäßige Sechsgangautomatik einen Komfortgewinn, denn die turbolosen, rund 190 PS starken Vierzylinder entwickeln ein Drehmoment im Bereich von nur 250 Nm: Für halbwegs zügigen Vortrieb bedingt das im mildhybridisierten CX-30 reichlich Schaltarbeit. Die macht mit der sportlich abgestimmten Box zwar Laune, nur bindet der Motor dir die überschaubaren Kraftreserven so viel öfter auf die Nase als die Antriebskombination des größeren Bruders.
Funktioniert der in der Datentabelle beschriebene Kompressor des kleineren Motors also nicht richtig? Doch, aber er stellt hauptsächlich die notwendige Luftzufuhr für die in vielen Lastbereichen dieselähnliche Kompressionszündung sicher: Mit 7,4 zu 8,7 l/100 km läuft der Skyactiv-X erheblich effizienter.
Familien nehmen den SUV

Obwohl der Crossover einen Mazda 3 beim Kofferraumvolumen um rund 80 Liter übertrifft, fehlt ihm etwa das gleiche Volumen auf den CX-5. Das fällt genauso auf wie die gerade ausreichende Fond-Kopffreiheit im Vergleich zum üppigen Maß des SUV, der dort mit vier zusätzlichen Zentimetern Beinfreiheit für deutlich luftigere Raumverhältnisse sorgt. Hier wie dort gibt es gute Fußfreiheit unter den Vordersitzen, ausklappbare Armlehnen und Luftausströmer. Zudem öffnen je nach Ausstattung beide Heckklappen elektrisch.
Ein CX-30 umfasst in jeder Version eine umfangreiche Basisausrüstung mit Head-up-Display, LED-Scheinwerfern, Totwinkelwarner, einer Navi-Software und Verkehrszeichenerkennung per Kamera. Den CX-5 gibt es mit dem 194 PS starken Saugmotor nur ab der zweithöchsten Exclusive-Ausstattung, die ähnlich viel bietet. Auf Grundlage der hier gezeigten Topmodelle kostet er mit angeglichener Ausstattung inklusive Automatik trotzdem fast 5.000 Euro mehr als der CX-30.
Mazda CX-30 X 2.0 M Hybrid Selection | Mazda CX-5 G 194 Sports-Line | |
Grundpreis | 32.690 € | 41.090 € |
Außenmaße | 4395 x 1795 x 1540 mm | 4575 x 1845 x 1680 mm |
Kofferraumvolumen | 430 bis 1406 l | 522 bis 1638 l |
Hubraum / Motor | 1998 cm³ / 4-Zylinder | 2488 cm³ / 4-Zylinder |
Leistung | 137 kW / 186 PS bei 6000 U/min | 143 kW / 194 PS bei 6000 U/min |
Höchstgeschwindigkeit | 204 km/h | 195 km/h |
0-100 km/h | 8,5 s | 8,9 s |
Verbrauch | 4,9 l/100 km | 7,1 l/100 km |
Testverbrauch | 7,4 l/100 km | 8,7 l/100 km |