Fred hat sicher schon viel erlebt, geschnüffelt, gesehen. Vielleicht sogar einen Macan GTS wie diesen hier, lackiert in schreiendem Grün. Ein Farbton, der dazu verleitet, ein paar grüne Infos und Fred namentlich ins Heft zu bringen. Fred wiegt rund 700 Kilogramm, lungert auf einer riesigen Weide auf dem Porsche-Werksgelände in Leipzig rum. Immer im Blick: der dortige Offroad-Parcours, auf dem Kunden und Ingenieure ihre Wagen testen. Fred ist, na klar, ein Huftier. Genauer gesagt einer von 75 frei lebenden Auerochsen. Zusammen mit Ponys, kleineren Wildtieren und Millionen Insekten sorgen alle für ein sauberes Gewissen bei Porsche und die Bienen allein für 2750 kg Honig pro Jahr.
Der strahlend weiße X3 M Competition kommt dagegen weniger sauber daher. Hierzulande, auch im Werk Leipzig, ist BMW kaum minder ökologisch unterwegs. Apfelernte, Turmfalken, Windräder – alles da. Doch der SUV rollt in Spartanburg, USA, vom Band. Sprich: wenig grüne Botschaften (nur Entenhäuser), dafür aber lange Transportwege. Diese Schipperei kann im Umweltkapitel durchaus von Nachteil sein.
So. Grüner wird’s nicht. Jetzt dreht es sich nur noch um das Verbrennen fossiler Kraftstoffe. Hierzu nutzen beide SUV Sechszylinder-Triebwerke erster Güte. Der BMW die Dreiliter-Maschine aus dem famosen M3 in seiner höchsten Ausbaustufe. Heißt: zwei fette Mono-Scroll-Lader, 170 PS Literleistung, 650 Nm Drehmoment. Dazu die bewährte Achtgang-Steptronic mit variablen Schaltzeiten, einen heckbetonten Allradantrieb samt aktivem Differenzial. Damit der X auch hält, was M verspricht, erhöhen allerlei Streben und Stabis die Torsionssteifigkeit. Gleichfalls montiert sind adaptive Dämpfer, die variable Servotronic-Lenkung, Compound-Bremsen und 21-Zoll-Räder.