Auf dem Genfer Autosalon 2019 zeigten die Wolfsburger auf Basis des modularen Elektrobaukastens (MEB) den ID. Buggy . In Anbetracht des Ur-Buggy von 1964 mit Käfertechnik sahen sich viele schon ab 2022 vollelektrisch über den Strand fahren. Aber VW konnte und wollte seinen Buggy nie in Kleinserie bauen.
Buggy wird beerdigt
"Wir können nun mal nur Großserie", sagte ein VW-Manager unlängst gegenüber auto motor und sport. Stattdessen sollte ein Drittanbieter das Elektro-Spaßmobil bauen. Doch E-Go Mobile aus Aachen, einst Vorzeige-E-Auto-Bauer, hatte Insolvenz angemeldet und kämpft mit seinem E-Go Life aktuell ums Überleben. Noch im November 2020 gab Ralf Brandstätter, CEO der Marke VW Hoffnung: "Was den ID. Buggy angeht: Wir können uns ein solches Konzept prinzipiell vorstellen, werden es aber sicher nicht selbst bauen." Doch nun hat der Markenboss die Reißleine gezogen. "Wir werden das Auto nicht bauen", sagte Brandstätter gegenüber der britischen Autocar. "Wir hatten einen Partner, aber am Ende hat es nicht funktioniert" und verweist auf den Deal mit E-Go Mobile.
Auch der ID. Ruggdzz, ein elektrischer Offroader, der nie öffentlich gezeigt wurde, wurde in die Schublade: "Wiedervorlage, später, sehr viel später" gelegt. Vom Ruggdzz, der Name ist eine Ableitung des englischen Adjektivs "rugged” (zu Deutsch: robust oder wild), hatte VW lediglich eine 1:1-Design-Modell aufgebaut. Es sollte zusammen mit dem ID. Buzz (der 2021 tatsächlich als E-Bulli auf den Markt kommt) und dem ID.Buggy eine von VW-Chefdesigner Klaus Bischoff initiierte Icon-Baureihe darstellen. Auch das Modell sollte auf dem MEB aufbauen und mit rund 4,60 Meter Länge im Revier des ID.4 auffahren. Statt des ID.4-Crossover-Designs sollte der Ruggdzz deutlich kantiger und offroadiger ausfallen. Aber, "wir haben ihn in die Schublade abgelegt”, so Brandstätter. Das heiße aber nicht, "dass er nicht gebaut wird". Man habe wichtigere Projekte, und er glaube nicht, dass man den Ruggdzz so bald sehen werde.
Roomzz zu groß für Europa
Leben darf indes der ID. Roomzz, den VW als Studie auf der Shanghai Autoshow 2019 präsentierte. Der Elektro-Atlas bietet viel Platz, eine MEB-Batterie mit 111 kWh und ist für europäische Straßen und Städte mehr als ungeeignet. Stattdessen werden wir ihn als lokales Modell auf dem chinesischen Markt wieder sehen.