Alles wie immer? Als hätte es den Tesla-Aufstand im September nie gegeben, krallt sich der VW Golf einen Monat später wieder souverän die Neuzulassungs-Krone in Deutschland. Im Schlepptau hat er seine Markengeschwister Tiguan und T-Roc, die aus dem Podium eine reine Volkswagen-Angelegenheit machen. Der Passat meldet sich mit Platz sechs ebenfalls zurück; im Vormonat war er nur 15. Mit dem Skoda Octavia und dem Cupra Formentor tummeln sich zwei weitere VW-Konzernmodelle in den Top Ten.
Die Überraschungen in der Spitzengruppe befinden sich auf den Positionen hinter dem Treppchen: Der Fiat 500 (siehe Video) und der Ford Kuga laufen im Oktober als Vierter und Fünfter ein. Dabei ist es weniger verwunderlich, dass die beiden Modelle so stark platziert sind, sondern dass die Performance von nachhaltiger Natur zu sein scheint. Im September konnten sie sich bereits auf den Rängen sechs (Fiat 500) und neun (Ford Kuga) platzieren.
Tesla mit Mega-Absturz
Beim Thema Nachhaltigkeit – zumindest in Bezug auf die deutschen Neuzulassungszahlen – hat Tesla enormen Nachholbedarf. Wir erinnern uns: Im September eroberte das Model Y klar die Spitzenposition vor dem VW Golf (9.846 statt 7.095 Neuzulassungen damals). Und im Oktober? Erfolgt der Mega-Absturz auf 1.622 Neuzulassungen, was nur noch für Rang 40 reicht. Ähnlich ergeht es dem Model 3, das von Platz acht (3.878 Neuzulassungen) auf 44 fällt (1.563). Einmal mehr bestätigte sich also die Beobachtung, dass Tesla zum Quartalsende besonders stark Gas gibt, um im Folgemonat extrem einzubrechen.
Zu den weiteren Verlierern des Neuzulassungs-Monats Oktober zählen der Skoda Octavia (von Platz vier auf acht) und der VW Polo (von zwölf auf 22). In die andere Richtung geht es unter anderem für den Opel Mokka (von Position 22 auf 13), die Mercedes-Modelle A-Klasse (von 30 auf 15) und V-Klasse (Wiedereinstieg auf Platz 26) und den Ford Focus (von 45 auf 21). Stagnation ist bei der C-Klasse angesagt, die trotz höherer Neuzulassungszahl auf Rang 17 verharrt. Ein extrem enges Markenduell gibt es im hinteren Mittelfeld: Mit einer Neuzulassung mehr platziert sich der VW Caddy eine Position höher als der Up.