- Elektro- und Hybridmodelle wachsen weiter
- Segmententwicklung: SUVs weiter vorn, Obere Mittelklasse mit starkem Wachstum
- Markenranking: Ford und Audi mit Zuwächsen, Smart und Tesla mit starken Verlusten
- Gebrauchtwagenmarkt leicht rückläufig
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) registrierte im Februar 2025 insgesamt 203.434 neu zugelassene Pkw, was einem Minus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die gewerblichen Neuzulassungen gingen um 6,5 Prozent zurück, wobei ihr Anteil bei 67,5 Prozent lag. Der private Markt schrumpfte um 6,2 Prozent und machte 32,4 Prozent der Neuzulassungen aus.
Elektro- und Hybridmodelle wachsen weiter
Elektroautos und Hybridmodelle entwickelten sich weiterhin positiv. 35.949 vollelektrische Fahrzeuge (BEV) wurden neu zugelassen, was einem Marktanteil von 17,7 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 30,8 Prozent. Auch Hybridfahrzeuge steigerten sich um 12,0 Prozent auf 77.687 Neuzulassungen und erreichten einen Anteil von 38,2 Prozent. Besonders stark wuchsen die Plug-in-Hybride mit 19.534 Zulassungen (+34,0 %) und einem Marktanteil von 9,6 Prozent.
Die klassischen Verbrenner verloren dagegen deutlich:
- Benziner: 56.911 Neuzulassungen (28,0 % Marktanteil, -26,2 %)
- Diesel: 32.116 Neuzulassungen (15,8 % Marktanteil, -23,8 %)
- Flüssiggas-Pkw: 767 Neuzulassungen (0,4 % Marktanteil, -38,6 %)
- Erdgas und Wasserstoff: Keine Neuzulassungen
- Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der Neuwagen sank um 10,7 Prozent auf 109,7 g/km (WLTP).

Segmententwicklung: SUVs weiter vorn, Obere Mittelklasse mit starkem Wachstum
Auch im Februar 2025 blieben SUVs die stärkste Fahrzeugklasse. Mit einem Marktanteil von 30,7 Prozent konnten sie ihren Vorsprung leicht um 0,9 Prozentpunkte ausbauen. Trotz eines Rückgangs um 17,0 Prozent hielt sich die Kompaktklasse mit 17,3 Prozent Marktanteil als zweitstärkstes Segment. Die Geländewagen kamen auf einen Marktanteil von 11,7 Prozent, was einem Rückgang von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Kleinwagen verzeichneten ebenfalls ein Minus von 6,0 Prozent, blieben mit 11,3 Prozent Marktanteil aber ein wichtiges Segment.
Besonders bemerkenswert war das Wachstum der Oberen Mittelklasse. Mit einer Steigerung von 119,3 Prozent erreichte sie einen Marktanteil von 5,8 Prozent und war damit der größte Gewinner des Monats. Auch die Utilities zeigten eine positive Entwicklung und konnten ihren Anteil um 27,2 Prozent auf 5,3 Prozent ausbauen. Rückläufige Entwicklungen gab es hingegen bei den Minis, die mit einem Minus von 51,3 Prozent auf 2,1 Prozent Marktanteil zurückfielen. Sportwagen verloren 33,8 Prozent und kamen auf 0,9 Prozent Marktanteil, während Mini-Vans mit einem Rückgang von 31,1 Prozent auf 0,6 Prozent Marktanteil schrumpften. Auch Großraum-Vans waren mit einem Rückgang um 22,1 Prozent auf 2,0 Prozent weniger gefragt. Die Mittelklasse lag mit einem Marktanteil von 8,7 Prozent um 18,1 Prozent unter dem Vorjahreswert, während Wohnmobile um 17,5 Prozent auf 2,3 Prozent Marktanteil nachgaben. Die Oberklasse verlor 12,4 Prozent und erreichte nur noch einen Marktanteil von 0,7 Prozent.
Markenranking: Ford und Audi mit Zuwächsen, Smart und Tesla mit starken Verlusten
Im Februar 2025 konnten einige deutsche Automarken ihre Neuzulassungen steigern, während andere deutliche Verluste hinnehmen mussten. Besonders erfolgreich war Ford, das mit einem Zuwachs von 22,1 Prozent einen Marktanteil von 4,6 Prozent erreichte. Audi konnte seine Zulassungen um 11,3 Prozent steigern und kam auf 7,8 Prozent Marktanteil. Auch BMW verzeichnete eine positive Entwicklung mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent und einem Marktanteil von 8,4 Prozent. VW konnte sich mit einem Plus von 1,7 Prozent behaupten und blieb mit einem Marktanteil von 20,2 Prozent die anteilstärkste deutsche Marke.
Auf der Verliererseite standen insbesondere Smart, das mit einem Rückgang von 76,7 Prozent nur noch einen Marktanteil von 0,1 Prozent erreichte, sowie Porsche, das um 45,3 Prozent auf 1,2 Prozent Marktanteil abrutschte. Opel musste ein Minus von 33,9 Prozent hinnehmen und kam auf 3,8 Prozent Marktanteil, während Mini mit einem Rückgang von 25,6 Prozent auf 1,0 Prozent fiel. Mercedes verlor 6,4 Prozent, blieb aber mit 9,2 Prozent Marktanteil weiterhin eine der stärkeren deutschen Marken.
Bei den Importmarken gab es ebenfalls Gewinner und Verlierer. Seat konnte mit einem Zuwachs von 8,7 Prozent seinen Marktanteil auf 6,3 Prozent ausbauen, während Volvo mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 2,8 Prozent Marktanteil kam. Besonders stark war Renault mit einem Anstieg der Neuzulassungen um 50,6 Prozent und einem Marktanteil von 1,9 Prozent. Skoda, die anteilstärkste Importmarke, musste hingegen ein Minus von 5,1 Prozent hinnehmen und kam auf 7,4 Prozent Marktanteil.
Einen besonders drastischen Einbruch erlebte Tesla, das um 76,3 Prozent einbrach und nur noch 0,7 Prozent Marktanteil erreichte. Auch Toyota verlor mit einem Rückgang von 14,9 Prozent und kam auf 2,8 Prozent Marktanteil. Hyundai verzeichnete einen Rückgang um 10,7 Prozent und fiel auf 3,1 Prozent Marktanteil, während Kia um 24,2 Prozent auf 2,1 Prozent sank. Dacia verlor 17,6 Prozent und erreichte nur noch 2,4 Prozent Marktanteil.
Gebrauchtwagenmarkt leicht rückläufig
Der Gebrauchtwagenmarkt verzeichnete einen Rückgang um 5,2 Prozent, insgesamt wechselten 596.101 Fahrzeuge den Besitzer. Während sich Kraftomnibusse (+7,7 %) und Zugmaschinen (+1,7 %) positiv entwickelten, gingen die Besitzumschreibungen von Pkw (-5,2 %), Lkw (-2,1 %) und Krafträdern (-11,6 %) zurück.