Der 58-jährige Stackmann stand bei Volkswagen schon seit Monaten unter Beschuss. So gab es im Vorstand des Autobauers unterschiedliche Auffassungen über Rabatte, um die Verkäufe anzukurbeln. Auch im Aufsichtsrat gab es, so Medien-Berichte, Stimmen gegen den aktuellen Vertriebsboss.
VW hart von der Corona-Krise betroffen
Stackmann, der 2015 als Vorstand zu VW kam – zuvor war er bei Skoda und Seat – galt zunächst als ein Garant für die positive Entwicklung der Marke VW. Er verlässt den VW-Konzern. Zellner, 56 Jahre alt, übernimmt nun seinen Vertriebsposten. Er führte seit 2015 die USA-Organisation von Porsche und musste aber auch in Nordamerika mit starken Absatzeinbrüchen wegen der Corona-Krise umgehen.
Auf dem VW-Heimatmarkt sieht es indes nicht besser aus. Im zweiten Quartal, so das Manager Magazin, verbuchte der VW Konzern einen Betriebsverlust von 1,7 Milliarden Euro vor Sondereinflüssen. Der Umsatz in Q2 brach um 37 Prozent auf 41 Milliarden Euro ein, im ersten Halbjahr ging der Umsatz um 23 Prozent auf 96 Milliarden Euro zurück.