Die Marke Mitsubishi scheint ein echter Überlebenskünstler zu sein. Sie verzeichnete im vergangenen Jahr ein Zulassungsplus von 50,8 Prozent allein in Deutschland, obwohl es die Marke in Europa eigentlich gar nicht mehr geben sollte. Dazu gibt es ein Händlernetz, das hierzulande seit Jahren konstant rund 400 Betriebe umfasst. Und das alles mit einem recht überschaubaren Modellprogramm. Warum existiert Mitsubishi also noch, und das aktuell sogar recht erfolgreich? Hier fünf mögliche Gründe.
1. Grund: die Händler
Nein, entscheidend ist nicht das Kirschblütenfest, das über viele Jahre bei den Mitsubishi-Händlern gefeiert wurde – mit Bierbänken, Bratwurst und eben Bier. Aber der zentrale Grund sind eben doch: die Händler. Keine Glaspaläste, sondern oft solide aufgestellte Familienbetriebe auf dem Land. Gut möglich, dass diese nur zwischen 70 und 100 Autos pro Jahr verkaufen, dafür aber jeden Kunden persönlich kennen. Und die Kunden im Zweifelsfall ihren Händler auch sonntags um 15 Uhr per Handy erreichen, wenn sie ihn nicht sowieso auf dem Fußballplatz treffen. Hinzu kommt: Diese Händler sowie die Emil-Frey-Gruppe als Importeur glaubten selbst dann an die Marke, als sie das Europa-Geschäft 2020 schleichend sterben lassen wollte.