Wie die Automotive News Europe mit Bezug auf einen Lexus-Sprecher berichtet, wollen sich die Japaner von nur schwach nachgefragten Modellen trennen, dem europäischen Markt aber unbedingt treu bleiben.
Schwacher Absatz bei CT und RC

Bereits mit der Neuauflage des Lexus IS bestätigte die Toyota-Tochter, dass dieses Modell nicht mehr in Europa angeboten werde. Die nächsten Modellstreichungen treffen den Lexus CT und den Lexus RC . Der kompakte Hybrid CT wird seit 2011 angeboten und wäre damit längst überfällig für eine Komplett-Renovierung. In den USA ist das Modell bereits seit 2017 nicht mehr zu haben. Das Coupé RC ist seit 2015 am Start und wurde zuletzt 2016 mit einem neuen Basis-Vierzylinder aufgewertet.
Von Januar bis September 2020 brachte Lexus laut KBA-Statistik 125 Fahrzeuge vom Typ CT neu in den Verkehr. Für den Lexus RC notieren die Statistiker 49 Neuzulassungen in Deutschland. Europaweit schaffte der CT bis August 2.344 Neuzulassungen, der RC kommt auf 422.
Luxusliner LS genießt Bestandsschutz
Gemessen an den reinen Zulassungszahlen wäre auch der Lexus LS ein Streichmodell. Für Deutschland notiert das Kraftfahrt Bundesamt in 2020 bislang 13 Neuzulassungen, europaweit sollen es 58 sein. Der LS genießt als prestigeträchtiges Top-Modell aber Bestandsschutz. Das Luxus-Coupé LC sowie dessen Cabriovariante haben eben erst eine Modellpflege erhalten.
Zu den Bestsellern bei Lexus zählen die Crossover- und SUV-Modelle RX, NX und UX. In Europa konnten von diesen Baureihen bis einschließlich August 3.474, 7.739 respektive 10.291 Einheiten verkauft werden. Entsprechend wird der Fokus künftig auf SUV- und Crossover-Modelle gelegt. Mit dem Lexus LBX könnte ihr sogar noch eine Erweiterung nach unten erfolgen.