Zwischenbilanz E-Auto-Prämie: 745.000 Förderanträge

Zwischenbilanz E-Auto-Prämie
Umweltbonus: 745.000 Förderanträge

Inhalt von
IAA

Im Juli 2021 ist mit 51.351 Anträgen zur E-Auto-Förderung ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen. Im Dezember 2020 wurde mit 58.365 Anträge der bislang höchste Antrags-Eingang registriert, im Januar sank dieser auf 39.685 Anträge. Inzwischen nimmt die Zahl der Anträge, die beim Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gestellt wurden, Kurs auf die Marke der Million, 75 Prozent sind auf dem Weg dort hin bereits geschafft. Die neue Förderrichtlinie erlaubt den Antrag auf den Umweltbonus erst nach der Zulassung des Fahrzeugs, nicht wie ursprünglich direkt nach dem Kauf. Deshalb bilden die monatlichen Antragszahlen inzwischen auch mit nur noch leichtem Verzug die Neuzulassungen bei den Elektroautos ab.

Bei der Bafa wurden bislang insgesamt 744.952 Förderanträge gestellt. Davon entfallen 411.874 auf reine Elektroautos, 332.873 auf Plug-in-Hybrid-Modelle und 205 auf Brennstoffzellenfahrzeuge.

Umweltbonus-Erhöhung – Innovationsprämie bis 2025

Im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms hatte die Bundesregierung angekündigt, die staatlichen Förderprämien für Elektroautos und Plug-in-Hybride bis Ende 2021 und rückwirkend ab einer Erstzulassung am 4.6.2020 zu verdoppeln. Die Beteiligung der Hersteller am jetzt zur "Innovationsprämie" umgetauften Umweltbonus bleibt unverändert. Am 17. Dezember 2020 wurde im Rahmen eines "Autogipfels" die Verlängerung der deutlich erhöhten Innovationsprämie bis Ende 2025 beschlossen. Es ist vorgesehen, über diesen Zeitraum die Förderung auf den elektrischen Antrieb zu fokussieren. Plug-in-Hybride werden ab 2022 nur noch gefördert, wenn sie eine Mindestreichweite von 60 Kilometer und ab 2025 von mindestens 80 Kilometer aufweisen.

Die Innovationsprämie beträgt damit für ein reines Batterieelektrofahrzeug und Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro für das Basismodell in Deutschland 9.000 Euro und mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro 7.500 Euro. Für ein Plug-in-Hybridfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro für das Basismodell in Deutschland beträgt der Umweltbonus bzw. die Innovationsprämie bis zum 31.12.2021 6.750 Euro; mit einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro gibt es noch 5.625 Euro. Die PHEV-Prämien für die darauf folgenden Jahre bis Ende 2025 sind noch nicht bekannt. Auf den Hersteller-Anteil des Bonus können Endverbraucher noch die Umsatzsteuer aufschlagen.

Sponsored
Fahrbericht Renault Zoe RE135 Z.E. 50 (2019)
Renault


Es lohnt ein Blick auf die Marken- und Typ-Verteilung bei den Anträgen. Nicht etwa Elektroauto-Pionier Tesla liegt hier in Führung, sondern im Wesentlichen die Marken BMW, Mercedes und Volkswagen. Der Renault Zoe hat sich bislang als meistgefördertes E-Auto in Deutschland durchgesetzt.

Demgegenüber kann sich VW seit Oktober 2020 den ersten Rang bei den meistgeförderten Marken sichern, was angesichts der im Herbst 2020 begonnen Auflieferung der ersten VW ID-Modelle vermutlich von Dauer sein wird. Den Vorsprung gegenüber den anderen Marken hat VW inzwischen stark ausgebaut. Die für lange Zeit meistgeförderte Marke BMW muss sich seit Oktober 2020 mit dem dritten Platz begnügen.

Die meisten Anträge auf Förderung wurden bislang von Unternehmen gestellt (392.944). Privatpersonen beantragten 307.217 mal den Umweltbonus. Der Rest der Anträge verteilt sich auf kommunale Betriebe, Körperschaften, Vereine, Zweckverbände und Stiftungen. Die meisten Förderanträge wurden bislang in Nordrhein-Westfalen gestellt, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg.

In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die 30 meistgeförderten Fahrzeuge. Die komplette Liste der bislang geförderten über 100 Modelle bieten wir Ihnen als Download (siehe Link oben) an.