Die Neuzulassungen in Europa liefern im Februar reichlich Stoff für Geschichten. Wie der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) mitteilt, wurden im Februar 2025 in der EU 853.670 Autos neu zugelassen. Das waren 3,4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Für Gesamteuropa beziffert die ACEA die Pkw-Neuzulassungen auf 963.540 Einheiten. Hier liegt das Minus zum Vorjahr bei 3,1 Prozent.
Für den Abwärtstrend sind rückläufige Zahlen auf den Volumenmärkten verantwortlich. Der deutsche Markt kommt auf 203.434 Neuzulassungen und liegt damit um 6,4 Prozent unter Vorjahr. Frankreich meldet 141.570 Neuzulassungen und ein Minus von 0,7 Prozent. Abwärts ging es ebenfalls in Italien. 138.020 Neuzulassungen münden in ein Minus von 6,2 Prozent. Auch Großbritannien liegt mit 84.054 Neuzulassungen um 1,0 Prozent unter Vorjahr. Lediglich der spanische Markt kann um 11,0 Prozent auf 90.327 Neuzulassungen zulegen.
Elektro und Hybrid schwer gefragt
Positive Zeichen setzen die Neuzulassungen bei den Elektroautos und den Hybridmodellen. In der EU legen die Stromer um 23,7 Prozent auf 131.275 Neuzulassungen zu. Der Neuzulassungsanteil klettert auf 15,2 Prozent. Europaweit liegt das Plus sogar bei 26,1 Prozent mit 164.646 Neuzulassungen. Ebenfalls stark gefragt sind Hybridmodelle. 304.062 konnten davon in der EU abgesetzt werden (+ 19,0 %/Neuzulassungsanteil 35,2 %). In Gesamteuropa liegen die Hybrid-Neuzulassungen bei 340.264 Einheiten (+ 18,3 %).

Bei einem rückläufigen Markt muss es aber auch Verlierer geben. Autos mit PHEV-Antrieb verlieren in der EU um 1,4 Prozent auf 63.570 Neuzulassungen. Der Neuzulassungsanteil liegt bei 7,4 Prozent. In Gesamteuropa können die Stecker-Modelle ihre Neuzulassungen mit 72.545 Einheiten auf Vorjahresniveau halten. Klar abwärts geht es für die reinen Verbrenner. Mit einem Diesel unter der Haube wurden in der EU nur 80.569 Autos neu zugelassen (- 28,8 %/ Neuzulassungsanteil 9,7 %). Europaweit kommen die Selbstzünder auf 84.751 Neuzulassungen (- 28,3 %). Auf Neuwagen mit Benziner entfallen in der EU 244.073 Neuzulassungen (- 22,4 %/Neuzulassungsanteil 29,1 %). In Gesamteuropa haben sich 271.210 Kunden (- 23,6 %) für ein Auto mit Ottomotor entschieden.
Chinesen überholen Tesla
Absolut nicht vom Elektroboom profitieren kann der US-Elektroautobauer Tesla. Mit nur 11.743 Neuzulassungen in der EU verlieren die Amerikaner gegenüber dem Vorjahr um 47,1 Prozent; der Marktanteil im Februar sinkt auf bescheidene 1,4 Prozent. Bescheiden fallen auch die Neuzulassungen von Smart aus. Hier listet die ACEA nur 771 Neuzulassungen; das Minus zum Vorjahr liegt bei 60,1 Prozent. Stark aufspielen können dagegen die Chinesen von SAIC, die in Europa mit der Marke MG vertreten sind. MG verkauft zwar nicht ausschließlich, aber überwiegend Elektromodelle. In der EU kommt SAIC auf 16.272 Neuzulassungen, das Plus zum Vorjahr liegt bei 36,8 Prozent. Der Marktanteil beträgt 1,9 Prozent. Marktbeobachter Jato weist für alle chinesischen Marken in Europa sogar ein Plus von 82 Prozent bei rund 40.600 Neuzulassungen aus.
Ganz oben in der Nahrungskette betrachtet nach Herstellern steht weiter Volkswagen. Als Konzern liegt der Marktanteil bei 27,2 Prozent. Stellantis folgt mit 16,9 Prozent vor der Renault-Gruppe mit 12,0 Prozent. Stärkste Einzelmarke ist wieder VW mit 10,9 Prozent. Toyota folgt mit 7,1 Prozent. Renault legt stark zu und steht bei 6,5 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Peugeot (6,0 %), Skoda (5,8 %), BMW (5,7 %) und Dacia (5,4 %). Dahinter folgen gleichauf Mercedes und Audi (jeweils 4,8 %), Hyundai (3,7 %), Kia (3,6 %), Citroën (3,5 %) und Ford (3,1 %).
In der Fotoshow zeigen wir die Elektroauto-Neuzulassungen Top 50 aus dem Januar 2025 in Deutschland.