Der aktuelle Suzuki Jimny hat sich längst zum begehrten Kult-Objekt der Offroad-Gemeinde entwickelt. Und mit seiner klassischen Geländewagen-Karosserieform eignet er sich wie kein zweiter aktueller Offroader, um berühmte Vorbilder zu interpretieren. Wir sahen den Jimny schon als Mercedes G-Kopie und im Look des Land Rover Defender, selbst der Ford Bronco musste schon als Inspiration herhalten. Dabei ist der Jimny selbst ebenfalls eine lebende Legende, die erste Generation des wuseligen Kletter-Kastens (siehe Video unten) kam 1968 auf den Markt.
Mit der Firma Marvelous aus Yonago an der japanischen Nordküste trägt sich nun ein weiterer Anbieter in die Liste der Oldie-Imitatoren ein, diesmal ist der inzwischen längst zum Oldtimer gereifte Jeep Cherokee XJ an der Reihe, ein zweites Leben als Suzuki zu führen.
Mit eckigen Scheinwerfern
Das gilt in erster Linie für das Frontdesign des Marvelous Suzuki Jimny. Mit einer neuen Maske bekommt der kleine Japaner die eckigen Scheinwerfer des Vorbildes samt der charakteristischen Blinker darunter. Der Grill mit den senkrechten Einheiten vervollständigt das Bild, allerdings hat Marvelous hier im Gegensatz zum Original sechs statt sieben "Slots" eingefügt. Eine kluge Entscheidung, denn bei Kopien des von Jeep patentierten "Seven Slot Grill" verstehen die Amerikaner überhaupt keinen Spaß.
Dazu gesellen sich neue Stoßfänger aus Kunststoff, wobei der vordere in Form und Ausführung ebenfalls Anleihen beim Original nimmt. Zusätzlich kann man bei Marvelous noch das ganz große Fahrwerks-Besteck ordern: Höherlegung (vier oder acht Zentimeter), Offroadreifen und weit herausgestellte Radabdeckungen sind im Programm.
So richtig günstig ist die Jeep-Werdung des Jimny allerdings nicht. Für das Komplettpaket ruft Marvelous umgerechnet rund 18.600 Euro auf, der Kühlergrill im Cherokee-Look liegt bei rund 1.200 Euro und die neuen Stoßfänger sind mit jeweils rund 470 Euro zu bezahlen.