Komplettumbau vom Tuner: Mansory dreht Ford GT auf links

Komplettumbau auf Basis des Ford GT
:
Ganz schön frech von Mansory

Mansory Ford GT Tuning © Mansory 16 Bilder

Nachdem Ford die Kunden des GT sorgfältig auswählt, dürfte dieser Umbau des gehüteten Sportwagens den Hersteller nicht freuen. Und dann erst der Name.

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Sicher wissen Sie längst, was Ford für einen Aufstand macht, wenn man einen GT kaufen möchte. Interessenten müssen sich bewerben, dürfen ein erstandenes Auto auch erstmal nicht verkaufen, und so weiter. Bei Verstoß drohen rechtliche Konsequenzen, es ist den Ford-Leuten also ernst mit ihrem Prestige-Objekt. Vor diesem Hintergrund ist es schon ein bisschen dreist, dass Tuner Mansory nicht nur einen Komplettumbau vornimmt, sondern das Auto dann auch noch "Le Mansory" tauft. Weltweit bleibt die Zahl der Umbauten auf drei Stück limitiert.

© Mansory

Die Anhebung von 656 auf 710 PS nennt Mansory "standesgemäß".

Wir wollen allerdings nicht vorschnell urteilen. Je nachdem, wie viel am Auto verändert wurde, ist ein neuer Name vielleicht sogar angebracht. Werfen wir also einen Blick ins Datenblatt und auf einige Zahlen. Fünf Zentimeter mehr Breite sind das Ergebnis einer Karosserie-Karbon-Nachbehandlung. Auf dem Supermarkt-Parkplatz wird es damit zwar nicht einfacher, aber Sie können sich sicher vorstellen, wie oft so ein Bolide für den Wocheneinkauf missbraucht wird. Also halb so wild.

Endlich Power für den Ford GT

Die Anhebung der Leistung des V6-Biturbo von 656 auf 710 PS nennt Mansory "standesgemäß" und sortiert dafür die Motorsteuerung um. Mit einer Vmax von 354 km/h rennt der Supersportler dank Power-Upgrade und Aerodynamik-Anpassung sieben Stundenkilometer schneller. Um mit der Performance klar zu kommen passt der Tuner aus dem Fichtelgebirge das Fahrwerk an und spendiert 9 x 21 Schmiedefelgen vorne und 12 x 21 hinten. Die sind jeweils einen halben Zoll (1,27 Zentimeter) breiter als beim Original. Darum spannen sich Continental Sport Contact 6 Pneus.

© Mansory

In Karbon, weißes und graues Alcantara wird der Innenraum gekleidet.

Weil ihnen der Ford GT in seinem Erscheinungsbild "zu rundlich" daherkommt, gestalten die Mansory-Tuner zudem die Front um. Neben vergrößerten Lufteinlässen ist die wohl auffälligste Neuerung der Austausch der Scheinwerfer. Hier hat Mansory eine Eigenkreation entworfen und eine in insgesamt vier Lichter aufgeteilte Anlage verbaut. Was Sie als Fahrer jedoch häufiger zu Gesicht bekommen als die Lichtanlage, ist das Cockpit. Hier sagt Mansory dem spartanischen Werks-Auftritt den Kampf an und hüllt den Innenraum in Karbon und Alcantara.

Nummer Zwei ist fertig

Mittlerweile hat sich die automobile Erde weitergedreht. Der erste Le Mansory (der blaue) steht auf der Online-Plattform mobile.de zum Verkauf – für schlappe 1,8 Millionen Euro. Sprich: mehr als das Dreifache des Basisauto-Investments (550.000 Euro). Außerdem hat mittlerweile Le Mansory "zwei von drei" das Licht der Welt erblickt. Dieses Mal in einer Melange aus Schwarz und Rot. Wie wohl das dritte Exemplar aussehen wird?

© Mansory

Das zweite von drei geplanten Exemplaren tritt im schwarz-roten Kleid an.

Fazit

Es ist nicht ein einziger Ford GT, den sich Mansory zur Brust nimmt – nein, es sind drei. Auf diese Stückzahl ist der "Le Mansory" limitiert. Der Name ist übrigens gar nicht so anmaßend, wie es vielleicht den Anschein hat. Er leitet sich nämlich von Le Mans ab und verweist, quasi als Hommage, auf das legendäre Rennen von 1966, in dem Ford damals mit dem GT40 einen Dreifach-Sieg feiern durfte.

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