Valiance von Heritage Customs: Veredelter Land Rover Defender

Veredelter Land Rover von Heritage Customs
Niederländer lassen den Defender rosten

Wer einen edlen Restomod-Defender aus Kontinental-Europa sucht, findet im niederländischen Apeldoorn die richtige Adresse. Dort sitzt die Firma Heritage Customs, die sich auf stilvolle Umbauten des urigen Land Rovers spezialisiert hat. Die Truppe um Jan-Pieter Kroezen erweitert nun ihr Portfolio, ohne jedoch ihrer bevorzugten Marke untreu zu werden. Sie nimmt sich fortan allerdings zusätzlich den neuen Land Rover Defender vor, um ihn in den Valiance zu verwandeln.

Das Konzept gleicht jenem, das das Unternehmen auch bei den klassischen britischen Offroadern anwendet (siehe Video): Jedes Auto wird – beginnend mit einer Skizze – gemeinsam mit dessen Besitzer gestaltet, wobei Designer, Coachbuilder und Teilhaber von Heritage Customs, Niels van Roij, entscheidend mithilft. "Wir verarbeiten Materialien wie Aluminium, Leder, Jeans-Stoff, Teakholz und sogar Kupfer", sagt der Niederländer.

So geländegängig wie eh und je

"Alles ist möglich: von lasergravierten Aluminium-Türeinlagen und Armaturenbrett-Verkleidungen, personalisierten Trittbrettern und farblich abgestimmtem Leder in speziellen Mustern bis hin zu Aluminium-Kofferraumdeckel-Einsätzen und Vollleder-Türverkleidungen", ergänzt Heritage-Customs-Gründer Kroezen. So gerät jeder Valiance zum Einzelstück. Ein Interieur im Stile jener karibischen Insel, auf der der Besitzer seine Frau kennengelernt hat? Eine eigens angemischte Außen-Lackierung wie beim klassischen Defender, der ebenfalls die eigene Sammlung bereichert? Alles kein Problem für Heritage Customs. Wobei der moderne Land Rover Defender durch die Veredelung natürlich nichts von seiner Geländegängigkeit einbüßen soll.

05/2021, Heritage Customs Valiance auf Basis Land Rover Defender
Heritage Customs / Niels van Roij Design

Bei den Rädern können Kunden aus einem Angebot an 20- und 22-Zoll-Felgen wählen. Die große Lösung ist dabei das Schmiedefelgen-Modell "Black Crow", das im 22-Zoll-Format in den Radhäusern rotiert. Es gibt zudem einige maßgefertigte Standard-Änderungen, die jeder Valiance aufweist. Dazu gehören unter anderem die massiven Aluminium-Luftschlitze in den Kotflügeln und die gefrästen Trittbleche neben der Motorhaube, welche die Kunststoff-Pendants des Serienautos ersetzen.

Gebürstet, poliert, geschliffen oder rostig

Auf Wunsch kann Heritage Customs diese Teile auch rosten lassen – sogar die Räder. Die Niederländer wenden dafür eine Metall-Binde-Technologie an, die den Teilen eine dünne Schicht aus Aluminium, Messing, Bronze, Titan, Zink oder sogar Gold beschert. Danach werden sie individuell bearbeitet: Bürsten, polieren, schleifen oder oxidieren lassen – all das ist möglich. Im letzten Fall stoppt Heritage Customs die Korrosion an jedem gewünschten Punkt und stoppt den mutwillig herbeigeführten Verschleiß durch Versiegeln des Metalls.

05/2021, Heritage Customs Valiance auf Basis Land Rover Defender
Heritage Customs / Niels van Roij Design

Natürlich können die Niederländer auch viele Innenraumteile auf diese Weise sonderbehandeln. Je nach Kundenwunsch verwenden sie hier aber auch gewöhnlichere Materialien wie Aluminium, Edelholz oder Karbon. Völlig variabel ist Heritage Customs zudem in Bezug auf die Lederfarbe. Das Firmenlogo findet sich innen auf den Kopfstützen und als von Hand gegossene Plakette an der Innenseite der Hecktür.

Mindestens sechs Wochen Umbauzeit

Der Umbau eines Land Rover Defenders zum Valiance von Heritage Customs nimmt mindestens sechs Wochen in Anspruch. Die Preise starten bei 90.000 Euro netto, mit deutscher Mehrwertsteuer demnach bei 107.100 Euro. Je nach gewähltem Basisfahrzeug und ausgelebter Individualität sind nach oben selbstverständlich kaum Grenzen gesetzt.