Daniel Arsham hat das Wort "Autobiografisch" neu definiert indem er Teile seiner Biografie mit einem Auto verschmolzen hat. Der Künstler hat gerade sein neustes Projekt abgeschlossen, an dem er zwei Jahre gearbeitet hatte. Die Leinwand: Ein Porsche 911 Turbo von 1986. Als bekennender Fan der Zuffenhausener Sportwagenschmiede war sein Ziel, die Historie der Marke mit der eigenen in seinem Werk zu kombinieren. Als Inspirationsquelle diente Arsham dabei etwa der Porsche 935 K3, mit dem einst Rennfahrer Dick Barbour an den Start ging. Sponsor damals war übrigens auch der Tech-Konzern Apple.

Ein Auto, viele Referenzen
Salopp könnte man sagen, Daniel Arsham hat ein Referenz-Auto aufgebaut. Jedes Teil, sowohl innen als auch außen, ist entweder ein Verweis auf eine Rennsport-Ikone von Porsche oder eine Anekdote aus dem Leben des Künstlers selbst. Die Felgen im RSR-Look etwa wurden von Fifteen52 angefertigt, der Schalthebel zitiert wiederum den Porsche 917. Verschiedene Hersteller-Logos auf der Karosserie sind natürlich ebenfalls eine bekannte Motorsport-Mode und wurden von Death Spray Custom per Hand aufgetragen. Neben bekannten Namen wie Goodyear oder Shell sind dort auch Embleme ehemaliger Kooperationspartner von Arsham selbst zu sehen.

Im Innenraum bleibt das klassische Porsche-Layout bestehen, die Materialien und Farben allerdings erstrahlen in einem neuen Arrangement. Einige Details, wie etwa das moderne Focal Soundsystem, halten nachträglich Einzug. In der Kooperation mit zahlreichen Kreativ-Profis und Fachleuten sieht Daniel Arsham seine Vision an sich schon verwirklicht. So will er Porsche nicht als reine Marke, sondern vielmehr als Verbund von Enthusiasten mit einer Passion für Sportwagen und Motorsport verstanden wissen.