Daihatsu Copen Widebody von Liberty Walk als Baby-Godzilla

Daihatsu Copen von Liberty Walk
:
Roadster-Winzling macht auf Formel 1-Godzilla

© Liberty Walk / Facebook 7 Bilder

Kult-Tuner Liberty Walk hat sich mal wieder selbst übertroffen. Er verpasst dem Kei Car nicht nur einen Breitbau, sondern auch die GT-R-Front und ein Formel 1-Farbdesign.

Kompletten Artikel anzeigen

Dieser Roadster löst bei Autofans das aus, was Baby-Katzen oder niedliche Hundewelpen bei Tierfreunden hervorrufen: Dieses "Oh mein Gott – wie süüüüüüüüß"-Gefühl. Das beschleicht einen bei kleinen Tieren ja vor allem dann, wenn der tapsige Nachwuchs versucht, die älteren Artgenossen nachzuahmen und das Vorhaben nicht so recht gelingen will. Die Sache mit dem Nachahmen macht dieser Daihatsu Copen auch. Aber es gelingt ihm gar großartig. Warum das so ist? Nun ja, weil Kult-Tuner Liberty Walk den Umbau mehrdimensional angelegt hat.

Breitbau-Bodykit und GT-R-Front

Dimension eins ist das Breitbau-Bodykit, das die Japaner regulär für den Kei Car-Roadster anbieten. Das Programm besteht aus neuen, umfassend verspoilerten Stoßstangen für Front und Heck, einem üppig bemessenen Heckflügel und natürlich den Kotflügelaufsätzen, die Liberty Walk ganz nach Art des Hauses nicht in die Seitenteile hinein modelliert, sondern sichtbar verschraubt. Das Gesamtpaket kostet übrigens umgerechnet knapp 3.400 Euro.

© Liberty Walk / Facebook

Alles im Griff: Neu ummanteltes Lenkrad im Daihatsu Copen von Liberty Walk.

Die zweite Dimension betrifft vor allem Front und Heck des Daihatsu Copen. Liberty Walk gestaltet dem offenen Zweisitzer nämlich ein Gesicht, das dem des Nissan GT-R erstaunlich ähnlich sieht. Singleframe-Optik, Stoßfänger-Element, Alu-Spange und sogar des GT-R-Logo – all das sieht aus wie beim "erwachsenen" Vorbild. Hinten ahmt der Copen das große Coupé mit seinem Diffusor und den beiden charakteristischen Doppel-Endrohren nach.

Wie ein F1-McLaren aus den 80ern

Und um noch einen draufzusetzen, verpasst Liberty Walk dem Daihatsu ein Formel 1-mäßiges Farbdesign. Das weiß-rote Marlboro-Outfit kennen Motorsport-Fans aus der erfolgreichen McLaren-Ära der Achtziger- und frühen Neunzigerjahre, als F1-Größen wie Ayrton Senna, Alain Prost oder Niki Lauda mit ihren Boliden aus Woking kaum zu schlagen waren.

Dieser Daihatsu Copen-Umbau ist dem Vernehmen nach übrigens ein privates Projekt eines Liberty Walk-Mitarbeiters. Auf eine Leistungssteigerung hat der Kollege anscheinend verzichtet – was nachvollziehbar ist, da das Auto sonst nicht mehr den Zulassungsregeln für Kei Cars entsprechen würde. Der 660-Kubikzentimeter-Motor dürfte demnach weiterhin 64 PS leisten und maximal 92 Newtonmeter liefern. Ein Wunder, dass der Dreizylinder überhaupt dazu in der Lage ist, die auf schwarze Felgen mit Zentralverschluss-Optik aufgezogenen Breitreifen zum Rollen zu bringen.

Fazit

Im Tuning-Sektor gibt es nichts, was es nicht gibt – und das ist auch gut so! Warum nicht mal ein Kei Car bauen, das auf Godzilla macht und direkt auf den nächsten Grand Prix-Kurs abbiegen möchte? Tuner Liberty Walk hat mit diesem Daihatsu Copen einmal mehr bewiesen, dass er mehr kann, als nur Sportwagen in Breitbau-Monster zu verwandeln. Dass die japanische Truppe Humor besitzt, war schon länger klar.

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen auto motor und sport eine Provision erhalten kann (sog. „Affiliate-Links“). Weiterführende Informationen hier.

Top Tests 1 Dacia Duster und Suzuki Vitara im Test Welcher Discount-SUV ist besser? 2 Skoda Kamiq 1.0 TSI im Test Wie gut ist das Basismodell? 3 Porsche Cayenne GTS und Audi SQ7 im Test Der eine fetzt, der andere federt besser 4 VW ID. 3 GTX Performance im Test Was kann das Top-Modell des Kompaktstromers? 5 Ford Transit Connect Plug-in-Hybrid im Fahrbericht Cleverer PHEV-Van mit Maxi-Reichweite
Mehr zum Thema Roadster