Im BMW M440i xDrive bekommt es der fulminante Dreiliter-Turbo mit einem Leergewicht von 1774 Kilogramm zu tun. 374 PS und 500 Nm stellt er dafür zur Verfügung. Unterstützung kommt von einem Startergenerator, der vom Fleck weg 11 PS und 37 Nm E-Power hinzugibt. Insgesamt genug Power also, um das Coupé auch sportlich zu bewegen. Das zeigt sich natürlich auch beim Verbrauch.
Unser Testverbrauch
Im Testmittel genehmigte sich der Sechszylinder auf der Distanz von 100 Kilometern runde 10 Liter Super Plus – zwei Liter mehr als die WLTP-Angabe (8,0 l/100 km) und über drei Liter Mehr als nach dem NEFZ-Zyklus (6,8 l/100 km). Die Rechnung an der Tankstelle beläuft sich somit aktuell auf 13,8 Euro. Auch im Eco-Modus – also auf der besonders sparsam gefahrenen Verbrauchsrunde – bleibt der Verbrauch diskutabel. Unter 7,4 l/100 km waren es nie – mildhybrider Startergenerator hin oder her.

Wer es drauf anlegt, kann den Verbrauch natürlich auch in weitere Höhen treiben. Bei der sportlich gefahrenen Verbrauchsmessung genehmigte sich der M440i 11,8 l/100 km, wofür an der Zapfsäule 16,28 Euro fällig wären. Der Pendlerverbrauch liegt geringfügig über dem Gesamt-Durchschnittsverbrauch.
Monatliche Unterhaltskosten
Zusätzlich zu den Spritkosten kommen noch die jährliche Kfz-Steuer – hier 238 Euro – und mindestens die Haftpflichtversicherung mit 443 Euro pro Jahr hinzu. Eine Teilkasko-Versicherung kostet weitere 340 Euro, der Vollkaskoschutz schlägt mit 985 Euro zu Buche. Wer pro Jahr 15.000 Kilometer unterwegs ist, muss mit monatlichen Kosten von 375 Euro rechnen (exklusive des Wertverlustes). Bei 30.000 Kilometern jährlicher Fahrleistung steigt der Betrag auf 665 Euro an.

So wird getestet
Der auto motor und sport-Testverbrauch setzt sich aus drei unterschiedlich gewichteten Verbrauchsfahrten zusammen. 70 Prozent macht der sogenannte "Pendler-Verbrauch" aus. Dabei handelt es sich um eine Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsplatz, die im Schnitt 21 Kilometer misst. Mit 15 Prozent geht eine besonders sparsam gefahrene ca. 275 Kilometer lange Eco-Runde in die Wertung ein. Die übrigen 15 Prozent entfallen auf die Sportfahrer-Runde. Die Länge gleicht in etwa der Eco-Runde, die Routenführung enthält aber einen größeren Autobahn-Anteil und damit im Schnitt höhere Geschwindigkeiten. Die Berechnungsgrundlage für die Kraftstoffkosten bildet immer die Preisangabe des Portals "mehr Tanken" vom Tag der Artikel-Erstellung.
Die monatlichen Unterhaltskosten enthalten Wartung, Verschleißteilkosten und Kfz-Steuern bei einer angenommenen Jahresfahrleistung von 15.000 und 30.000 Kilometern ohne Wertverlust. Grundlage der Berechnung sind der Test-Verbrauch, eine dreijährige Haltedauer, Schadenfreiheitsklasse SF12 für Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bei der Allianz inklusive Vergünstigungen für Garagenparker und die Beschränkung auf bestimmte Fahrer (nicht unter 21). SF12 beutet bei der Allianz einen Rabattsatz von 34 Prozent für die Haftpflicht und 28 Prozent für die Vollkasko.