Kia Sportage 1.6 CRDI im Test: Nicht billig, aber sein Geld wert

Kia Sportage 1.6 CRDI im Test
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Nicht billig, aber sein Geld wert

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Kompakte Diesel-SUV waren doch kürzlich noch schwer angesagt, oder? Der Kia Sportage 1.6 CRDI erinnert uns, warum.

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Gerade ein Jahr ist es her, dass Kia die jüngste Generation des Kia Sportage in Europa einführte. Natürlich schon mit teils elektrifizierten Verbrennungsmotoren und einer ausgeklügelten Elektro-Strategie des Gesamtkonzerns im Rücken. Doch schon zwölf Monate später wirkt das Modell in Kombination mit dem früher so geschätzten Selbstzünder fast schon aus der Zeit gefallen. Nicht weil der Sportage so ein unerfreuliches Auto wäre, im Gegenteil. Doch die Popularität von Diesel-SUV ist, analog zu ihrer Verfügbarkeit, längst kein Selbstläufer mehr.

Kia Sportage (2021) 52 Sek.

Diesel? Ja, es gibt ihn noch

Immerhin können wir bestätigen, dass der 136 PS starke 1.6 CRDi AWD bis Redaktionsschluss noch in der Preisliste und im Kia-Konfigurator zu finden war. 47.100 Euro rufen die Koreaner in der höchsten Ausstattung GT-Line für ihn auf. Darin sind dann – neben Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb – auch zahlreiche Extras wie Dreizonen-Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Ledersitze und 19-Zoll-Aluräder enthalten. Metallic-Lack (920 Euro) oder das große Assistenz-Paket (1.390 Euro) gehen aber weiterhin extra. Serienmäßig dagegen die sanft geschwungene Display-Tafel mit großformatigen Fahr- und Infotainment-Anzeigen.

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Höchstgeschwindigkeit 180 km/h Beschleunigung 0 – 80 km/h 7,4 s 0 – 100 km/h 11,0 s 0 – 120 km/h 15,8 s 0 – 140 km/h 22,6 s. Grundpreis Kia Sportage 1.6 CRDi 4WD GT-Line 47.090 Euro.

Zum Start genügen ein Knopfdruck und ein Dreh am Getriebewählrad, worauf sich der Kia Sportage sanft brummelnd in Bewegung setzt. Der 1,6-Liter erhält zwar milde Unterstützung durch einen Riemenstarter-Generator samt 48-V-Pufferbatterie, vermag allerdings nicht rein elektrisch anzufahren. Das Siebengang-DKG schaltet flink und bevorzugt niedrige Drehzahlen. Manuelle Eingriffe per Lenkradpaddel sind möglich, erfolgen aber nicht immer besonders reaktionsschnell. Dafür nutzt die Getriebesteuerung im Alltag viele Gelegenheiten für sparsames Gleiten im Leerlauf. Das passt gut zum Charakter des CRDi, der bei Bedarf mit Nachdruck anschiebt, aber beileibe kein Sprinter ist. Der rund 1,7 Tonnen schwere Allradler kommt auf einen Testverbrauch von 7,0 l/100 km, der sich im Alltag problemlos unterbieten lässt.

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Auch der Komfort- und Kurven-Eindruck passt: Das Fahrwerk, im GT-Line mit Adaptivdämpfern, ermöglicht mit seiner straffen Grundnote ein weitgehend neutrales Kurvenverhalten ohne übertriebenes Wanken oder harsche ESP-Eingriffe. Klar, das geht zulasten des Komforts, doch den Asphalt-Alltag meistert der Sportage manierlich. Lediglich bei schnell passierten Querrillen oder gröberen Schlaglöchern gelangt die Federung an ihre Grenzen.

Fazit

Effizienter Antrieb, genug Platz, Topausstattung – dieser Sportage ist nicht billig, aber sein Geld wert. Und: Den Diesel gibt es ohne Automatik, Allrad und GT-Line schon ab 31.090 Euro.

Tabelle (techn. Daten)

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