Saab-Fahrer ticken offenbar ein wenig anders - das sieht man am Modellmix der 2002 eingeführten und 2007 überarbeiteten 9-3-Generation: Zwar erstaunt die Bedeutungslosigkeit der Limousine ebensowenig wie die mehr als 50 Prozent Marktanteil des Kombi, doch dass über 40 Prozent der Saab-Kunden ein Cabrio ordern, kommt bei kaum einer anderen Marke vor.
Saab 9-3 sind preisstabil
Dessen elektrisch betätigtes Stoffdach trotzt dank Fütterung und heizbarer Glasheckscheibe selbst skandinavischen Wintern. Die Beliebtheit setzt sich bei Gebrauchtwagen fort: Fünf Jahre alte Modelle sind kaum unter 15.000 Euro zu bekommen. Die Fragen nach der Zukunft von Saab führten zwar zu Rekordnachlässen bei Neuwagen und jungen Gebrauchten, doch das vergleichsweise geringe Angebot hilft, das Preisniveau bei älteren Exemplaren zu stabilisieren. So findet man frühe Exemplare des 2005 eingeführten Sport Combi selten unter 10.000 Euro. Eine vergleichbare Limousine kostet etwa 1.000 Euro weniger. Sie bietet mit einem Kofferraumvolumen von 425 sogar sechs Liter mehr als der Kombi, der mit maximal 1.273 Litern auch nach Umklappen der Sitze kein Frachtschiff wird.
Turbo-Benziner und -Diesel sind gefragt
Abgesehen vom kaum gefragten und inzwischen eingestellten Basis-Benziner setzt Saab traditionell auf Turboaufladung. So erfreuen sich die entsprechenden Vierzylinder einer großen Beliebtheit, vor allem der Saab 1.8t mit 150 PS. Oft übrigens in Kombination mit der Leistungssteigerung des Haustuners Hirsch, die ihn auf 195 PS bringt. Entsprechende Modelle kosten rund 1.000 Euro mehr als Serienvarianten. Die Hauptrolle im Angebot spielen mit über 70 Prozent Marktanteil Dieselversionen, besonders der im Jahr 2004 eingeführte 1,9-Liter-TiD mit 120 oder 150 PS. Er hat serienmäßig einen Rußpartikelfilter, während sich der 2,2-Liter-Vorgänger für 800 Euro nachrüsten lässt.