Audi TT RS Plus Coupé S-Tronic im Test

Audi TT RS Plus Coupé S-Tronic im Test
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Coupé mit Express-Zuschlag

Audi TT RS Plus Coupé S-Tronic, Frontansicht © Achim Hartmann 14 Bilder

Mit legalem Doping gibt der Audi TT RS Plus selbst Sportwagenhelden mächtig eins auf die Kappe. Denn mit nun 360 PS und 465 Nm Drehmoment ist das Coupé reichlich bestückt. Test des stärksten Audi TT.

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Ein wenig halbseiden sieht der Audi TT RS Plus ja schon aus. Auffälliger Maxi-Grill, große Lufteinlässe, mattsilberner Frontsplitter, 19 Zoll große Bicolor-Felgen und feststehender Heckflügel verschaffen ihm kaum die Pole-Position bei der Damenwahl. Aber darauf kommt es auch nicht an.

Im Sprint ist der Audi TT RS Plus eine Macht

Wenn der Gasfuß fällt, die Launch Control das Doppelkupplungsgetriebe an die Kandare nimmt und der Turbo-Fünfzylinder aufbrüllt, fließen Freudentränen. Waagerecht. Vier Sekunden auf Tempo 100. Das reicht für Porsche Carrera S, BMW M3 und – familiär-prekär – auch für den großen Bruder R8 4.2. Mit etwas Glück bekommt sogar der V10 eine Sprint-Lektion. 2,5 Liter Hubraum verteilt auf fünf Zylinder genügen also, sofern genug Turboaufladung im Spiel ist.

Und diesbezüglich durfte die „Plus“-Version gegenüber dem 340 PS starken, 3.900 Euro günstigeren TT RS noch etwas zulegen. Eine modifizierte Elektronik lässt mehr Ladedruck zu, heraus kommen 360 PS und 465 Newtonmeter (plus 15). Allerdings braucht der einzelne Lader etwas Drehzahl, um in Schwung zu kommen. Büffeln aus dem Keller liegt ihm weniger, dafür geht es ab durch die Mitte – unterstützt von der schnell und zielführend schaltenden Siebengang-S-Tronic. Traktion ist ebenfalls kein Thema, der Allradantrieb mit Haldex-Kupplung verteilt die Kraft ohne nennenswerten Verlust. Erst bei hartem Herausbeschleunigen schmuggeln sich zarte Antriebseinflüsse in die ansonsten präzise Lenkung. Dennoch absolviert das Coupé anspruchsvolle Kurvenpassagen mit Höllentempo, selbst ungepflegte Oberflächen bereiten dem konventionellen Fahrwerk keine Probleme.

Und erst der Sound, wenn die serienmäßige Sportabgasanlage ihre Klappen unter Last auf Durchzug stellt: Der Fünfzylinder trompetet wild und unbeherrscht, während es die Insassen in die Wangen der Sportsitze presst. Die umgekehrte Übung beherrschen andere Sportsleute allerdings (noch) besser: Rund 36 Meter Anhalteweg aus 100 km/h trotz großer Bremsanlage sind okay, aber nicht ganz so begeisternd wie der Rest des 1.537 Kilogramm schweren Fünf-Sterne-Brenners.

Vor- und Nachteile

  • hervorragende Fahrleistungen
  • wuchtiger Antritt
  • schnell schaltendes Doppelkupplungsgetriebe
  • präsenter Motorklang
  • sehr gute Traktion
  • agiles Handling
  • präzise Lenkung
  • hohe Fahrsicherheit
  • gutes Platzangebot vorn
  • variabler Gepäckraum
  • sehr gute Verarbeitung
  • angemessener Verbrauch
  • ür Sportwagen befriedigender Federungskomfort
  • untaugliche Rücksitze
  • Bremswege könnten noch kürzer ausfallen

Tabelle (techn. Daten)

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