
In den USA hat ein Fahrzeug, dessen Windrad für Vortrieb sorgt, erste Testfahrten absolviert. Bemerkenswert: Dabei wurden sogar Geschwindigkeiten erreicht, die schneller als der Wind selbst waren.
Schon jetzt dient Wind, im weitesten Sinne, der Fortbewegung von Elektroautos. Zumindest dann, wenn er als erneuerbare Energiequelle für die Stromerzeugung genutzt wird, der dann in den Akkus steckt oder mit dessen Hilfe "grüner" Wasserstoff für den Antrieb einer Brennstoffzelle hergestellt werden kann.
Aber auch der Wind an sich kann in Fortbewegungskraft übersetzt werden. Trifft er auf ein korrekt gesetztes Segel, kann er Boote auf ansehnliches Tempo beschleunigen. Das kann man auch auf das Festland übertragen, wie man u.a. an unzähligen Nordseestränden sehen kann.
Das Element Luft als Antriebsenergie
Jetzt kommt eine neue Facette hinzu. Der amerikanische You-Tube-Kanal Veritasium hat in einem Filmbeitrag ein Windrad-Auto gezeigt. Auf dem El Mirage, einem ausgetrockneten See in der kalifornischen Mojave-Wüste, fanden Testfahrten statt.
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Ein Windrad auf dem einsitzigen, dreirädrigen Fahrzeug sorgt für Energie. Dabei wird aber nicht einfach die Bewegungsenergie der Rotoren zum Antrieb einer Turbine genutzt, die Sache ist etwas komplexer. Das Windrad setzt ein Ritzelrad in Bewegung, das über einen Kettenantrieb die Turbine antreibt. Sie drückt komprimierte Luft nach hinten, womit sich das Versuchsfahrzeug in Bewegung setzt. Damit sollen auch Geschwindigkeiten möglich sein, die über der aktuellen Windgeschwindigkeit liegen.
Kommerzielle Absichten mit diesem Konzept dürften sich aktuell nicht umsetzen lassen. Die Idee mit dem Windantrieb könnte aber durchaus Ingenieure auf den Plan rufen, die mit verschiedenen Übersetzungen eine Kraftsteuerung im Sinne haben.
Fazit
Ein Windrad als direkter Antrieb für ein Fahrzeug erscheint wenig praktikabel, ist aber eine sinnvolle Idee. Vielleicht kann man damit eines Tages Schiffe zumindest teilweise antreiben und somit Treibstoff sparen.
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