Gemeinsam mit mehreren Partnern will Jaguar in Oslo ein neues Pilotprojekt starten. Dabei soll eine Flotte von zunächst 25 Jaguar I-Pace als Taxi eingesetzt werden. Das Besondere daran ist die Induktionsladung: Darunter versteht man das kontaktlose Aufladen von Akkus, eine Technik, die viele bereits von ihrem Mobiltelefon oder der elektrischen Zahnbürste kennen.
24-Stunden-Betrieb ohne Aufladen per Kabel
Das induktive Laden der Elektroautos von Jaguar soll speziell im Taxi-Betrieb Vorteile bringen. Dabei werden Ladestationen in einzelnen Taxi-Haltestationen eingelassen, über welche die I-Pace Modelle während der Wartezeit auf Kundschaft Energie tanken können. So sollen jeweils sechs bis acht Minuten Haltedauer am Taxistand genügen, um das I-Pace-Taxi rund um die Uhr betreiben zu können, ohne an einer konventionellen Ladestation anzudocken.

Die Ladestationen arbeiten mit einer Ladeleistung von 50 bis 75 kW und sind im Boden eingelassen. Eine Herausforderung bei Induktionsladung ist die korrekte Positionierung von Ladepad und dem Empfängermodul im Fahrzeug. Laut Jaguar soll die neue Technik, die in Oslo erprobt wird, jedoch auch während des Vorrückens der Taxis in der Haltestation zuverlässig Ladestrom bereitstellen.

In Norwegen soll ab 2025 die Neuzulassung von Pkw mit Verbrennungsmotor verboten werden. In Oslo sollen bereits ab 2024 alle Transport- und Taxifahrzeuge lokal emissionsfrei unterwegs sein. Die Lade-Infrastruktur ist bei diesem ambitionierten Plan ein entscheidender "Flaschenhals". Partner im Projekt "ElectriCity" sind der skandinavische Taxibetreiber Cabonline, der Ladesäulenbetreiber Fortum Recharge, das US-Unternehmen Momentum Dynamics und die Stadt Oslo.