VW Tayron X (2020): Das chinesische Tiguan Coupé rollt an

VW Tayron X (2020)
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Das chinesische Tiguan Coupé rollt an

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In China produziert VW nach dem Corona-Shutdown schon wieder. Demnächst auch ein neues SUV Coupé auf MQB-Basis in ähnlicher Größe wie der Tiguan.

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Bereits zur Shanghai Autoshow 2019 rollte VW ein Concept Car auf die Bühne, das schon lange auch durch die europäische Presse geisterte: Ein SUV Coupé im Tiguan-Format. Es gab einen Ausblick auf den jetzt als Serienauto vorgestellten Tayron X. Die Linienführung entspricht bis auf das Schrägheck dem Tayron und wirkt auch für europäische Augen sehr gelungen. Trotzdem wird man ein Tiguan Coupé hierzulande wohl nicht kaufen können – vielleicht sind VW 900.000 produzierte (2019) genug oder ein SUV Coupé verspricht den Wolfsburgern in diesem Segment zu wenig Stückzahlen.

Ein SUV-Coupé von FAW-(VW)

In China hat VW mit dem Absatz nach wie vor kein Problem. Mehr als vier 4,23 Millionen verkaufte der Konzern 2019 im Reich der Mitte, der SUV-Anteil wächst und wächst. Darum bietet VW in dem Boom-Segment eine nie gekannte Vielfalt, befeuert auch von zwei Joint-Venture-Partnern, die weitgehend eigene Modellpaletten anbieten.

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FAW (First Automotive Works) sitzt in Changchun im Nordosten Chinas und kooperiert neben VW noch mit Toyota und Mazda, baut aber auch Autos unter eigenen Markennamen wie Honqi ("Rote Flagge"). SAIC (Shanghai Automotive Industry Corporation) hat seinen Hauptsitz in Shanghai im Südosten, kooperiert neben Volkswagen noch mit General Motors, hält rund die Hälfte an Ssang Yong und baut in Lizenz unter dem Namen Roewe die ehemaligen Rover-Modelle 25 und 75.

Die Modellportfolios von FAW und SAIC gehen auf aus Europa bekannte Baureihen zurück, häufig in einer der in China besonders gefragten Langversion oder eigenen Baureihen mit VW-Technik. FAW baut neben Audi-Modellen (A3, A6, Q3) den VW Jetta (unter der Bezeichnung Bora oder Sagitar) und den Passat (Modellname: Magotan). Und das Tiguan-Derivat Tayron.

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Das ist der VW Tayron.

Ein schickes Heck kostet

Die Seitenansicht des Tayron erinnert mit den geschwungen Linien über den Radläufen an den Teramont (so heißt der US-Atlas in China). In den Abmessungen liegt er mit 4,59 Metern Länge und 2,73 Meter Radstand zwischen Tiguan (4,49/2,68 Meter) und Tiguan Allspace (4,70/2,79 Meter). Technisch ist auch der Tayron ein MQB-Auto. Ihn treibt standardmäßig der 1,4-Liter-TFSI mit bis zu 150 PS an. Preislich beginnt der Tayron in China bei umgerechnet gut 25.000 Euro, kann aber mit 2,0-Liter-Turbomotor, 220 PS und 7-Gang-DSG auch die 42.000 Euro-Grenze überschreiten. Ganz schön teuer, aber damit ist er etwa 4.700 Euro günstiger als ein vergleichbarer Tiguan mit dem normalen Radstand hierzulande.

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Als Concept Car hieß der Tayron X auf der Shanghai Autoshow 2019 noch schlicht SUV Coupé.

Das neue SUV Coupé Tayron Y entspricht bis auf die Dachlinie hinten und dem Heck dem Steilheck-Modell. Angeblich ist das Coupé bei gleichem Radstand aber fünf Zentimeter länger (4,64 Meter). Höhe und Breite entsprechen dem Steilheckmodell. Vermutlich wird das Coupé nur die stärkeren Motoren (Benziner) erhalten: Den 2,0 Liter-Vierzylinder-Turbo mit 186 PS und 320 Nm sowie den gleichen Motor, aber mit 220 PS und 350 Nm. Innen dürfte sich der Tayron X nicht wesentlich vom normalen Tayron unterscheiden. Im Preis vermutlich schon.

Fazit

VW bietet SUV-Coupés vor allem in China und den USA an. So etwa den Atlas (Cross Sport) / Terramont (X), jetzt den Tayron X. Europäer müssen im Segment der kompakten SUVs zum Q3 Sportback greifen. Schade eigentlich, denn der Tayron X sieht gut aus.

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