In der Scottsdale-Autktion von Barrett-Jackson stand vom 14. bis zum 22. Januar 2017 mit der Lot-Nummer 654 der Ford GT Prototyp CP-1 zum Verkauf. Der CP-1 (steht für Confirmation Prototype 1) trägt die Fahrgestellnummer #004 und ist das erste fahrfertige Modell des Sportwagens. Die nicht fahrbaren Modelle #001 bis #003 stehen im Ford-Museum. Nummer vier wird nun vom Händler Autosport Design in New York auf der Onlineplattform "Bring A Trailer" erneut zum Kauf angeboten. Bis zu 500.000 Dollar (rund 422.000 Euro) erwarten sich die Anbieter von dem besonderen Stück.
Gebaut wurde der CP-1 im Jahr 2003. Zu den besonderen Features zählen unter anderem die Original-Unterschriften der 13-köpfigen Designmannschaft. Darunter Carroll Shelby, Bill Ford, GT Chief Designer Camillo Pardo and GT Chief Design Engineer Fred Goodnow. Da der CP-1 ein Prototyp ist, trägt er viele Teile in sich, die so nicht in Serie gingen. Die Airbags stammen aus einem Mustang, die Lenksäule wurde einem Windstar-Van entlehnt.

Ab jetzt im Schneckentempo
Die silbernen Ringe in den Sitzen sowie weitere Bauteile schafften es nicht in die Serie. Im rechten Schweller hausen verschiedene Tankventile und die provisorisch wirkende Abgasanlage ist mit "Schnüffelstutzen" für die Abgasmessung bestückt. Exklusiv ist auch die Motorhaube aus Karbon. Bei einem Stückpreis von 45.000 Dollar blieb auch hier der Sprung in die Serie verwehrt. Zu den weiteren Besonderheiten zählen auch ein schwarz gehaltener Kompressor und schwarze Ventildeckel. In seinen 217 Betriebsstunden legte der Prototyp bislang 1.950 Kilometer zurück.
Der 5,4-Liter-V8-Motor entspricht durchaus auch schon dem Serienstand. Allerdings darf der 550 PS starke Achtzylinder nicht frei aufspielen. Als Ford den CP-1 2008 in Sammlerhand abgab, wurde der Motorsteuerung ein Chip implantiert, der den GT auf 5 mph (umgerechnet 8 km/h) begrenzt. Der CP-1 ist damit nicht straßentauglich und kaum fahrbar. Zwar lässt sich die elektronische Fußfessel auch wieder entfernen, doch der aktuelle Verkäufer warnt vor dieser Idee. Schließlich lagen alle 550 Pferdchen gute 20 Jahre im Dornröschenschlaf. Ein Achtzylinder wäre da ein brutaler Wecker.