Diese 12 Porsche wurden teurer - und diese 3 billiger

Porsche-Preisentwicklung 2025
Diese 12 Porsche wurden teurer - und diese 3 billiger

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Kein Mensch verliert gern Geld. Bei einem klassischen Porsche ist das fast ausgeschlossen. Das kann unter Umständen sogar dann gelten, wenn die Wartungs- sowie Unterhaltskosten in die Rechnung einfließen. Doch eine Garantie für eine Wertsteigerung kann es natürlich nicht geben. Wir haben uns auf Basis der Modelle im Youngtimer Price Guide die Preisentwicklung der wichtigsten Porsche-Modelle in den vergangenen 12 Monaten angeschaut und dabei einige Ausreißer entdeckt – positive wie negative.

Im Wert gestiegen: Porsche 964

Fast alle Varianten des 964 haben von 2024 auf 2025 ihren Wert gesteigert. Für alle Besitzer eine gute Nachricht, nachdem es im Vorjahr laut Classic-Analytics-Chef Frank Wilke "eine kleine Preisdelle" gegeben hatte. Der 964 ist außerdem der letzte 911 mit den klassischen Torpedorohren und gleichzeitig komfortabler zu fahren als ein G-Modell oder gar ein F-Modell. Alltagstauglicher ist er ebenfalls, denn er hat im Gegensatz zu den Vorgängern ABS und Servolenkung. Gut möglich, dass auch Backdates den 964 populär gemacht haben: Singer und Mletzko nutzen 964 als Basis für ihre Neuinterpretationen des klassischen Porsche-Fahrgefühls mit mehr Leistung aus einem Saugmotor.

Drei Transaxle-Modelle wurden etwas teurer: Die erste Generation des 944 notiert Anfang Januar 2025 bei 23.000 Euro – 2.000 Euro oder 9,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Steigende Preise für 944 S2 Cabrio und 968 Cabrio zeigen, dass die relativ seltenen, offenen Varianten der Vierzylinder-Modelle mehr Liebhaber finden.

Boxster 50% teurer als 2024

Das gilt offensichtlich auch für den Boxster. Trotz einer 50-prozentigen Preissteigerung auf 18.000 Euro gibt es immer noch viel Auto fürs Geld: Ein früher Boxster ist immer noch die günstigste Möglichkeit, einen Sechszylinder-Boxermotor in Mittelmotor-Anordnung mit Stoffdach zu kaufen.

Wertmäßig am stärksten beschleunigt hat 2024 ein aufgeladener 911: Der 964 Turbo S ist 104.000 Euro mehr wert als vor einem Jahr. Classic-Analytics notiert im Januar 2024 einen Preis von 690.000 Euro für ein Exemplar in gutem Zustand. Laut Wilke passt das Modell perfekt "in das momentan heiße Sammelgebiet analoger Sportwagen mit viel Leistung." Die nur 68-mal gebaute Leichtbauversion des 911 Turbo ist preislich längst auf Augenhöhe mit einem 911 Carrera RS von 1973.

Heftiger Wertverlust für Porsche 959

Ein anderer teurer Porsche mit aufgeladenem Sechszylinder-Boxermotor im Heck hat hingegen 2024 einen sechsstelligen Wertverlust erlebt: Ein 959 kostet 115.000 Euro weniger als noch vor einem Jahr. Das Supercar der 1980er-Jahre war im Januar 2024 noch 1,725 Millionen Euro wert. Im Januar 2025 notierte Classic-Analytics 1,61 Millionen Euro. Die Preise seien sehr stark von Auktionsergebnissen abhängig, erklärt Classic-Analytics-Chef Wilke. Jedes Jahr kommen runde in Dutzend 959 unter den Hammer.

Der 928 S und der 911 SC wurden etwas billiger: Deren Besitzer verbuchten 1.000 und 2.000 Euro Verlust – eine kleine Wertkorrektur. Nächstes Jahr kann das Bild anders aussehen. Denn Wertermittlungen sind immer Momentaufnahmen.