Projekt von Künstler Daniel Arsham: Porsche 356 Bonsai

Porsche 356 Bonsai von Künstler Daniel Arsham
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Da ist der Lack ab

Porsche 356 Ratte Bonsai Daniel Arsham Artcar © Porsche 12 Bilder

Mit diesem Projekt zelebriert Künstler Daniel Arsham die japanische Handwerkskunst. Das Basisfahrzeug, ein Porsche 356, trägt den Beinamen "Bonsai".

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Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Werkstück für die Gesellenprüfung zum Lackierer, ist in Wahrheit ein Kunst-Projekt von Daniel Arsham. Der 42-jährige US-Amerikaner hat schon häufiger Hand an Zuffenhausener Ikonen gelegt. Als Basis für sein neuestes Werk mit dem Beinamen Bonsai dient ein fast 70 Jahre alter Porsche 356. Über zwei Jahre hinweg, hat Arsham den Klassiker zerlegt und neu aufgebaut, ohne dabei die Spuren des Gebrauchs zu kaschieren. Im Gegenteil: sie wurden bewusst freigelegt und sind Teil des Werkes. Durch das Entfernen der Lackierung werden Schweißnähte und Narben sichtbar.

Daniel Arsham Porsche 911 Turbo 930A © Porsche
Porsche 911 Turbo 930A von Daniel Arsham Auto, biografisch

Motor im Originalzustand

Was die Fahrbarkeit betrifft, so sollte man sich vom rohen Look des Autos nicht täuschen lassen. Der 356 ist voll fahrbereit, den Motor mit originaler Nummer haben die Spezialisten von Willhoit Auto Restoration und vom Bridgehampton Motoring Club in den Originalzustand der Auslieferung zurückversetzt. Die Scheinwerferabdeckungen und das Nummernschild sind ebenfalls originale, gebrauchte Komponenten. Eine Spritztour im Regen empfiehlt sich allerdings trotzdem nicht, denn zwischen Außenhaut und Witterung liegt nur noch eine dünne Schicht Leinöl.

© Porsche

Der Motor wurde von zwei Spezialbetrieben in den Originalzustand der Auslieferung zurückversetzt.

Und was hat das nun alles mit japanischem Handwerk zu tun? Dafür geht es ins Interieur. Alle Textilien, die dort zum Einsatz kommen, wurden von traditionellen Handwerkern in Japan hergestellt. Dabei handelt es sich um Boro-Patchworl und Selvedge-Denim. Materialien, mit denen ursprünglich japanische Arbeitskleidung angefertigt und ausgebessert wurde. Die Spuren der Abnutzung blieben dabei erhalten – und so schließt sich der thematische Kreis zum Exterieur-Design. Weitere Akzente setzt Arsham mit Sashiko-Stickereien an den Türverkleidungen und Sitzkanten. Unter dem Reserverad im Kofferraum liegt zudem eine aus Reisstroh gefertigte Tatami-Matte. Den Grill am Heck ziert ein patiniertes Bronzerelief in Form eines Bonsaibaumes als namensgebendes Element.

Fazit

Künstler Daniel Arsham verneigt sich mit seinem jüngsten Projekt vor japanischer Handwerkskunst. Als Basis dient ihm ein Porsche 356, dessen Gebrauchsspuren er offenlegt, und dessen Innenraum er mit traditionellen Materialien aus Japan ausstattet.

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