Sitzprobe VW Cross Coupé in Genf: Zur Not auch in Rot

Sitzprobe VW Cross Coupé auf dem Autosalon Genf
Zur Not auch in Rot

Selbstverständlich dürfen wir Platz nehmen, bedeutet uns die freundlich VW-Mitarbeiterin, die das Cross Coupé beaufsichtigt. Und auch sonst dürfen wir alles mit der Studie anstellen, was wir für die Bilder benötigen. Naja, fast zumindest, denn die Kofferraumklappe habe etwas gelitten, das Schloss, um genau zu sein, weshalb sie uns dabei lieber behilflich ist. Also Klappe auf. Dahinter verbirgt sich zu Showzwecken hübsch arrangiertes und mit eigens entworfenen Spanngurten festgezurrtes Koffer-Duo - uninteressant. Klappe wieder zu.

VW Cross Coupé wirkt marktreif

Auf dem Fahrersitz Platz genommen, keimt dagegen schnell die Frage auf, warum es sich bei dem SUV überhaupt um eine Studie handelt. Nichts wirkt übertrieben spacig - gut, für VW-Maßstäbe vielleicht schon – oder wie von Hand in letzter Sekunde fertig gedengelt. Gut, die meisten Schalter haben keine Funktion. Geschenkt, denn auch von dem vermeintlich revolutionären Antrieb, der mit nur 1,8L/100km auskommen soll, fehlt jede Spur. Der Hybridantrieb mit zwei E-Triebwerken entwickelt eine Systemleistung von 306 PS und trägt dazu bei, dass das recht dynamisch wirkende SUV dann doch knapp 1,9 Tonnen auf die Waage wuchtet. Dabei verzichtet der Allradantrieb sogar auf eine klassische Kardanwelle.

Stattdessen treibt ein E-Motor die Hinterachse an, der vom TDI und dem vorne angebrachten Elektromotor zusätzlich mit Energie versorgt wird. Aufgrund der flexiblen Fahrzeugarchitektur ist die Extraportion High-Tech überhaupt nicht nötig, es geht auch mit dem neuen, 190 PS starken Zweiliter-TDI alleine. Der Vierzylinder mobilisiert ein Drehmoment von 400 Nm, das von einem Sechsgang-DSG verarbeitet wird. Wozu mehr? Viel wichtiger wäre, wenn das attraktive, 4,35 Meter lange Cross Coupé möglichst bald das Modellprogramm von VW entstauben würde.