Radical RXC: Geschlossener Übersportler aus England

Radical RXC
Geschlossener Extremsportler aus England

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Manchmal ist es ein schlechtes Omen, wenn der Begriff „radikal“ im Zusammenhang mit einer Automarke genannt wird. Bei Radical ist radikal in einem anderen Kontext zu verstehen. Hier bedeutet das Wort die Fokussierung auf bestmögliches Handling, Senkung des Gewichts und Optimierung für den aktiven Renneinsatz. Der Radical RXC ist nun der erste geschlossene Sportwagen des englischen Herstellers mit Straßenzulassung.

3,7 Liter und 380 PS für die Straßenversion

Unter der Haube, beziehungsweise hinter den Sitzen – der Radical RXC ist ein Mittelmotorsportler – befindet sich der 3,7 Liter große Motor, der aus dem Ford-Regal stammt. Wie bitte? Ein Ford-Motor? Exakt: Der 380 PS starke RXC wird von einem Ford Duratec-Aggregat befeuert. Dieser Motor ist – wenn auch in einer nicht ganz so starken Version – im aktuellen Ford Mustang zu finden. Das Triebwerk stemmt 320 Nm auf die Kurbelwelle, die Kraft geht ausschließlich an die Hinterräder und sorgt für einen Sprint von Null auf Hundert in 2,8 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht das Leichtgewicht bei rund 280 km/h.

Ordert man die Rennstrecken-Version des Radical RXC, so erhält man zwar ein Auto ohne Straßenzulassung, dafür mit rund 500 statt 380 PS aus einem Achtzylinder in V-Form.

Radical RXC wiegt 900 Kilogramm

Doch nur Leistung und Höchstgeschwindigkeit machen aus einem Auto noch keinen Rennwagen. Deshalb verbindet Radical diese Eigenschaften mit Leichtbau – und zwar richtig, nicht nur fürs Marketing. Der RXC wiegt laut Herstellerangabe 900 Kilogramm. Daraus resultiert ein Leistungsgewicht von nicht einmal 2,5kg/PS. Damit liegt der flache Renner auf einem Level mit dem Mercedes SLS AMG Black Series (2,46kg/PS).

Zusätzlich zum Leichtbau kommt die abtriebsfördernde Karosserie mit einem abschließenden, weit hochgestrecktem Heckflügel ins Spiel. Bei 280 km/h wiegt der Radical RXC inklusive 900 kg Abtrieb das Doppelte seines Leergewichts, nämlich 1.800 kg. Somit soll flottes Durchfahren schneller Kurven ermöglicht werden.

Vollausstattung radikal anders

Ledersitze, Navigationssystem, Sitzheizung: Was der Normalo-Fahrer mittlerweile als fast schon selbstverständlich ansieht, fällt im Radical selbstverständlich der Radikalkur zum Opfer. Klimaanlage und Multifunktionslenkrad kann jedoch auch er bieten. Einen Überrollkäfig haben auch nur die wenigsten Fahrzeuge serienmäßig mit an Bord – den braucht der Radical RXC jedoch, um von der FIA Eintritt in die GT-Klasse gewährt zu bekommen. Dafür sind auch spezielle Sportsitze mit Sechs-Punkt-Gurten nötig, über die der Radical natürlich auch werksseitig verfügt.

Preise starten ab 144.000 Euro für die Straßenvariante. Der RXC ist ab sofort erhältlich.