Kurz nachdem Chrysler sich öffentlich gegen einen großen Rückruf zweier älterer Modelle zur Wehr gesetzt hat, wurde in den USA der nächste Rückruf bekannt. Diesmal betrifft es die Modelle Jeep Compass , Patriot und Wrangler . Laut Angaben von Jeep gegenüber auto motor und sport können beim Compass und Patriot der Baujahre 2008 bis 2012 der Gurtstraffer oder der Seitenairbag zu spät oder gar nicht auslösen. Schuld daran sei ein Softwarefehler.
Beim Jeep Wrangler der Baujahre 2011 bis 2013 sei ein Schlauch der Servolenkung so angebracht, dass er bei einem bestimmten Einschlag der Räder am Fahrwerk schleifen und somit aufgescheuert werden kann. In den USA hat die amerikanische Sicherheitsbehörde NHTSA deswegen bereits einen offiziellen Rückruf verkündet.
Entscheidung über offiziellen Rückruf in Deutschland steht noch aus
In Deutschland sind 2.968 Modelle des Jeep Patriot und Compass sowie 325 Modelle des Jeep Wrangler betroffen. Ob hierzulande ein offizieller Rückruf über das Kraftfahrtbundesamt (KBA) gestartet wird, entscheidet der zum Fiat-Konzern gehörende Hersteller laut eigenen Angaben innerhalb der nächsten zwei Wochen. Vorfälle, Unfälle oder gar Personenschäden sind Jeep bisher keine bekannt. Der Fehler sei im Werk festgestellt worden.
Erst am Dienstag (4.6.2013) hatte Konzern-Chef Sergio Marchionne gegen einen Rückruf-Beschluss der NHTSA öffentlich protestiert und verkündet, dass die betroffenen Fahrzeuge sicher seien. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde hatte bemängelt, dass bei 2,7 Millionen Modellen des Jeep Grand Cherokee und des Jeep Liberty bei einem Auffahrunfall eine Feuergefahr vom Tank ausgeht.