Mercedes Vito E-Cell auf dem Autosalon Genf: Groß im E-Business

Mercedes Vito E-Cell auf dem Autosalon Genf
Groß im E-Business

Der Mercedes Vito E-Cell soll eine Reichweite von 130 Kilometern bewerkstelligen; hierfür sind im Fahrgastraumboden Lithium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 36 kWh verbaut. Der Elektromotor sitzt samt Leistungselektronik, Wandler und Netzladegerät unter der Motorhaube. 60 kW Leistung und 280 Newtonmeter Drehmoment sorgen für Vortrieb. Die maximale Geschwindigkeit ist zugunsten der Reichweite bei 89 km/h abgeregelt.

Mit dem elektrisch betriebenen Vito zielt Mercedes aber auch nicht auf Kunden, die schnelle und weite Strecken auf der Autobahn oder über Land fahren müssen, sondern auf Einsätze in Naturschutzgebieten, auf den Werkverkehr großer Unternehmen oder auf Flug- und Seehäfen-Betreiber. Für kurze Strecken auf denen häufig gebremst und beschleunigt wird, sind folgende Werte interessant: Von null auf 50 km/h beschleunigt der Mercedes Vito E-Cell in 6,5 Sekunden und von null auf Tempo 80 geht es in elf Sekunden.

Mercedes Vito E-Cell mit 650.000 Erprobungskilometern

Die Batterien des Mercedes Vito E-Cell werden am 380/400-Volt-Netz in maximal fünf Stunden vollständig geladen, bei Bedarf soll später auch am 230-Volt-Netz getankt werden können. Zusätzlich werden die Batterien während der Fahrt per Rekuperation gespeist.

Am Vorführmodell des Mercedes Vito E-Cell, das auf dem Autosalon Genf steht, wird der Stromfluss von der Batterie über die Steuerungselektronik bis zu den Antriebswellen mit Hilfe von LED veranschaulicht. Der Vito E-Cell ist aber kein reines Showcar, denn im Rahmen eines Förderungsprogramms waren nun bereits 230 E-Vito ein Jahr lang auf den Straßen unterwegs und sammelten 650.000 Erprobungskilometer. Ab Mai 2012 soll der Serien-Vito in über 15 europäischen Ländern ausgeliefert werden, zu den Preisen machte Mercedes noch keine Angaben.