Toyota GR Yaris Morizo Selection: Neues Sondermodell

Toyota GR Yaris Morizo Selection
:
Sondermodell verbessert den Fahrer per Software

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Toyota legt eine neue Sonderserie des GR Yaris auf. Um Technik-Upgrades und besondere Ausstattungsdetails geht es dabei jedoch nur am Rande.

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Dass der Toyota GR Yaris aktuell der heißeste Vertreter der beliebten Fahrzeuggattung "Hot Hatch" ist, hat er schon mehrfach bewiesen – nicht zuletzt im Supertest der Kollegen von sport auto. Natürlich ist Toyota bestrebt, das hohe Niveau seines Imageträgers nicht nur zu halten, sondern gar zu verbessern. Damit die Fahrer und Fahrerinnen der "Pocket Rocket" das Potenzial des Autos auch wirklich nutzen können, sollen sie sich jedoch ebenfalls stetig verbessern. Das neue Sondermodell Morizo Selection bietet die Gelegenheit dazu – dank seiner Software.

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Der Toyota GR Yaris Morizo Selection ist nur in drei Farben erhältlich: Rot, Weiß und Schwarz.

Bei der Sonderserie arbeitet Toyota mit dem eng mit der Marke verbandelten japanischen Rennteam Rookie Racing zusammen, für das immer mal wieder der Konzernchef Akio Toyoda ins Lenkrad greift. Allerdings übernimmt der Präsident in der japanischen "Super Taikyu"-Langstrecken-Rennserie nicht selbst das Steuer, sondern sein Rennfahrer-Alter Ego Morizo, wodurch sich der Beiname des besonderen Toyota GR Yaris erklärt.

Fahrer lernt vom Auto – und umgekehrt

Die Daten, die Toyoda alias Morizo und seine Rennfahrer-Kollegen bei den Motorsport-Events sammeln, werden den Besitzern eines GR Yaris der Morizo Selection in regelmäßigen Software-Updates zur Verfügung gestellt. Diese sollen dadurch die Möglichkeit bekommen, ihre fahrerischen Fähigkeiten zu verbessern, um den sportlichen Kleinwagen immer weiter Richtung Limit zu treiben. Aber auch das Auto lernt dazu: Das Lenk- und Bremsverhalten sowie perspektivisch auch die Gasannahme sollen sich mit der Zeit immer besser an den individuellen Fahrstil anpassen.

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Das blau-gelbe Farbschema des Rookie Racing-Teams taucht unter anderem an den Fahrwerksfedern auf.

Die Vertreter der Morizo Selection basieren auf der High-Performance-Variante des Toyota GR Yaris. Sie verfügen also über die geschmiedeten 18-Zoll-Aluminiumfelgen, das noch dynamischer abgestimmte Fahrwerk, das Torsen-Sperrdifferenzial und rot lackierte Bremssättel. Antriebsseitig bleibt es beim bekannten 1,6-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner. Da der Motor dort nicht die strengen EU-Abgasnormen erfüllen muss, leistet er in seiner Heimat 272 statt wie hierzulande 261 PS. Geschaltet wird manuell per Sechsgang-Box.

Wenige optische Eigenheiten

Allerdings bringt das Sondermodell einige optische Eigenheiten mit. Es ist nur in Weiß, Rot sowie Schwarz erhältlich und trägt den Morizo-Schriftzug auf der Windschutzscheibe. Das blau-gelbe Farbschema bei Sitznähten, Schraubenfedern und Stoßdämpfern zeigt sich vom Rookie Racing-Team inspiriert, dessen Logo zudem auf den Zehnspeichen-Rädern und im Bereich der elektrischen Fensterheber zu sehen ist.

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Innen gibt es blau-gelbe Akzente in Form von Stickereien an den Sportsitzen.

Der Toyota GR Yaris Morizo Selection kommt im Frühjahr 2022 in Japan auf den Markt. Doch trotz der hohen individuellen Note wird das Auto nicht klassisch an die Kunden verkauft. Stattdessen muss man einen mindestens drei Jahre währenden Vertrag mit dem konzerneigenen Mobilitätsdienst und Auto-Abo-Service Kinto abschließen. Damit lässt sich gegen eine monatliche Gesamtgebühr, in der die meisten Unterhaltskosten wie Steuer, Versicherung und Inspektionen bereits enthalten sind, aus einem Pool aus verschiedenen Toyota- und Lexus-Modellen das passende Gefährt auswählen. Wer sich den GR Yaris in der Morizo Selection aussucht, zahlt umgerechnet mindestens 408 Euro pro Monat.

Fazit

Der Toyota GR Yaris ist fraglos eine coole Kiste. Die Software-Spielereien der Morizo Selection machen den Hot Hatch noch begehrenswerter, schließlich intensivieren sie die Verbindung zwischen Auto und Fahrer. Unverständlich ist allerdings, dass die Japaner gerade ein so individuell ausgerichtetes und emotional aufgeladenes Auto nicht zum Kauf, sondern nur zum Abo anbieten. Um den Kinto-Service zu pushen, hätten sich viele andere Modelle besser angeboten als der sportliche Knirps im Sonder-Outfit.

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