GR Supra , GR Yaris und bald der GT86 -Nachfolger GR86 – das sind die sportlichen Modelle, die Toyota uns auf dem europäischen Markt zugesteht. Wenn man sich die drei so anschaut, gibt es eigentlich nix zu motzen. Ein Spaßkanonen-Trio, das unterschiedliche Geschmäcker bedient ist doch an und für sich ganz anständig. Aber was, wenn uns der Sinn jetzt nach einem sportlichen Van steht? Oder einem sportlichen Hybrid? Oder einem sportlichen Winzling? Dann, liebe Leser, müssen wir wohl nach Japan ziehen. Denn dort hat Toyota einige Autos mehr mit dem GR-Label verziert. Zwölf, um genau zu sein.

Die Palette verteilt sich auf drei Segmente. "GR" entspricht dem Angebot, das auch bei uns zu haben ist. "GR Sport" bezeichnet Fahrzeuge, die in der Hauptsache optisch, aber auch ein bisschen technisch angepasst wurden. Und mit dem griffigen Titel GRMN (Gazoo Racing Meisters of Nürburgring) firmieren dann die richtig heißen Öfen.
Klein aber Oho
Das vielleicht coolste Auto, das wir hier schmerzlich vermissen, ist der GR Sport Copen. An und für sich zwar ein Daihatsu und kein Toyota, aber geschenkt. Mit dem sportlichen Bodykit, BBS-Rädern, Bridgestone Potenza-Pneus und als Handschalter verspricht der offene Knirps jede Menge gute Laune. Als Kei-Car kann der Copen zwar nicht mit Leistung protzen, aber für 850 Kilo Fahrzeuggewicht sind die 64 PS des 0,66-Liter-Motörchens allemal ausreichend.

Schräger wird es schon mit dem Prius . Ja, richtig gelesen – die Japaner haben die biedere Hybrid-Ikone nachgeschärft. Dank Sportfahrwerk versteift sich der GR Sport Prius und liegt 13 Millimeter tiefer. Leichte 18-Zöller und ein paar Aero-Teile gibt es noch dazu. Am Antrieb ändert auch die Veredelung nichts – es bleibt beim Hybridsystem mit 1,8-Liter-Benziner plus Elektromotor (122 PS Systemleistung). Ähnlich schräg wirkt ein auf Sport getrimmter Minivan, doch auch dafür ist sich Toyota nicht zu schade und bietet gleich zwei an.
V6-Sauger mit 320 PS
Auf jeden Fall klingt es irgendwie niedlich, wenn man sagt: " Ich fahre einen Voxy GR Sport." Doch der Minivan schaut grimmig drein und duckt sich dank Sportfedern vorne 20 und hinten 25 Millimeter tiefer auf den Asphalt. Innen verbaut Toyota Sportsitze, damit sie der 150 PS starke Zweiliter-Benziner in der Kurve nicht vom Gestühl schüttelt.

Wer es so richtig sportlich mag, greift zum Flaggschiff des Portflios. Der Mark X GRMN hat es für umgerechnet weniger als 40.000 Euro wirklich in sich. Der 3,5-Liter-V6-Sauger schickt seine 320 PS an die mit Sperrdifferenzial versehene Hinterachse. Geschaltet wird von Hand und Optionen wie ein Karbon-Dach unterstreichen den sportlichen Anspruch. An und für sich ist der Mark X (gesprochen Mark Ex, nicht Mark Zehn) ein Camry mit Hinterrad- statt Frontantrieb. Das macht Ihnen den Mund wässrig? Dann trösten Sie sich doch damit, dass selbst die Japaner das Auto nicht mehr kaufen können. Auf der Website von Gazoo Racing ist zu lesen, dass die potente Limousine wegen großer Beliebtheit leider ausverkauft ist. Ja, wir wissen, das ist ein schwacher Trost.