RJ Price aus Großbritannien bietet eine besonderen Service für Auto-Fans an. Für das letzte Geleit hat er einen Subaru Impreza WRX Sportkombi zum Leichenwagen umgebaut.
In anderen Ländern weicht der Umgang mit dem Tod geliebter Menschen oftmals von unseren Traditionen ab. Da gibt es Straßenumzüge mit fetziger Musik oder bunten Kostümen. Worauf wir eigentlich hinaus wollen: Es muss nicht immer alles tiefschwarz ablaufen. Das beweist auch das Projekt des Briten RJ Price,
Die Zeit während des Corona-Lockdown hat der Eigentümer von Kamikaze-Racing genutzt, um einen Subaru Impreza zum Leichenwagen umzubauen. Zwei Monate hat es gedauert, bis der Subaru für seine neue Aufgabe bereit war – auch weil Performance-Tuning hier nicht zur Debatte stand. "Die Leistungswerte des Autos haben wir auf dem Originalniveau belassen. Schließlich soll der Impreza zuverlässig sein und nicht schnell", erklärt Price. Obwohl so ein Impreza WRX Sportkombi durchaus nicht langsam ist. Mit seinen 224 Boxer-PS und Allradantrieb ist der kompakte Zweiliter durchaus ambitioniert unterwegs – diese Eigenschaften sind im vorliegenden Fall aber selbstredend nicht gefragt.
Goldene Felgen für den fahrzeugtypischen Look dürfen auch beim Leichenwagen nicht fehlen.
Gewindefahrwerk und 18-Zöller
Entsprechend hatte sich Price vorrangig auf die Suche nach einem Fahrzeug mit geringer Laufleistung gemacht und nach einem Monat das passende Exemplar gefunden. Lediglich ein Gewindefahrwerk und 18-Zöller von OZ wurden auf kosmetischer Seite nachgerüstet. Die Aufnahme-Vorrichtung für den Sarg im Heck besteht aus Standard-Teilen, die auch in "normalen" Leichenwagen zum Einsatz kommen. Das Angebot richtet sich an alle Subaru-, Rallye- oder Sportwagen-Liebhaber, beziehungsweise deren Angehörige, überall in Großbritannien.
Erfahrung mit Subarus hat RJ Price reichlich. Seit 15 Jahren schraubt der Rennstallbesitzer an den japanischen Autos und ist sogar schon im Gymkhana Grid gegen Ken Block angetreten. Übrigens auch mit einem Impreza WRX Sportkombi, den er ursprünglich für eilige Teile-Lieferungen konstruiert hatte.
Fazit
Vielleicht schütteln Sie jetzt den Kopf, aber ganz im Ernst: Warum eigentlich nicht? Wir wissen schließlich aus erster Hand, wie groß die Liebe zu Autos sein kann – und gerade Charakterfahrzeuge wie der Impreza WRX sind da gefragt. Da kann man sich als Fan durchaus die letzte Reise so vorstellen.
Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen auto motor und sport eine Provision erhalten kann (sog. „Affiliate-Links“). Weiterführende Informationen hier.