- Wenige Änderungen, limitierte Auflage
- Auftragsbücher geschlossen – für immer
- 2023er-Modellpflege mit neuer Front und neuem Heck
- V6-Biturbo ohne Upgrades
In Europa hatte sich der Nissan GT-R bereits im Frühjahr 2022 aus dem Modellprogramm verabschiedet. Die akustischen Lebensäußerungen von Godzilla waren mit den europäischen Vorgaben nicht mehr vereinbar. In Japan und auf anderen globalen Märkten durfte der Supersportwagen weiterleben. 2024 gab es noch eine aerodynamisch optimierte Karosserie und eine Neuauflage der limitierten T-Spec-Variante. Zum Modelljahr 2025 fielen die Änderungen noch sehr viel dezenter aus.
Wenige Änderungen, limitierte Auflage
Optisch ging der GT-R komplett unverändert ins Modelljahr 2025. Das Angebot auf dem Heimatmarkt umfasste weiter den Standard-GT-R in sechs Versionen und die Nismo-Variante, die in zwei Spezifikationen offeriert wurde. Technische Upgrades gab es nur für die Premium Edition T-Spec und die Track Edition des Standard-GT-R, die mit den hochwertigen Nismo-Innereien (Kolbenringe, Pleuel und Kurbelwelle) für den V6-Biturbo bestückt wurden. Kennzeichen dafür sind eine goldfarbene Plakette für die Fahrgestellnummer sowie eine silberne Plakette im Motorraum, auf der der Mechaniker verewigt ist, der den Motor von Hand aufgebaut hat. Finale Änderung zum neuen Modelljahr war ein optional blaues Lederinterieur für die Premium Edition.
In Japan wurde der GT-R zu Grundpreisen zwischen umgerechnet rund 89.400 und 189.500 Euro, jeweils zuzüglich Steuern und Zulassungsgebühren, angeboten. In einer Fußnote zur Preisliste wies Nissan darauf hin, dass der GT-R nur noch limitiert verfügbar ist.
Auftragsbücher geschlossen – für immer
Im März 2025 endet nach 18 Jahren die Karriere des Nissan GT-R auch auf dem japanischen Markt, dem letzten, auf dem der Supersportler noch angeboten wurde. Lediglich ein kleiner Hinweis auf der japanischen Nissan-Website besiegelt das Ende einer Ära. Darin teilen die Japaner mit, dass das noch zur Produktion anstehende Restkontingent komplett ausverkauft ist. Nissan dankt allen Käufern, die sich seit 2007 für den GT-R entschieden haben. Damit ist Godzilla Geschichte. Ob das oft kolportierte elektrische Nachfolgemodell kommt, ist derzeit nicht gewiss.
2023er-Modellpflege mit neuer Front und neuem Heck
Kurzer Blick zurück auf die Modellpflege zum Modelljahr 2024. Erkennbar ist der GT-R zum Modelljahr 2024 an seiner neuen Frontgestaltung. Vorbei sind die Zeiten des V-Motion-Kühlergrills, der den Sportwagen die sechs Jahre zuvor zierte. In die Zukunft fährt er mit einem breiten Lufteinlass, der an die Modellgeneration R34 erinnert. Zudem durchschneidet jetzt ein horizontaler Balken in Wagenfarbe die Front. Den unteren Grill flankieren große Lufteinlässe. Für mehr Breitenwirkung sorgen zudem sechseckige Zusatzscheinwerfer aus sechseckigen LED-Elementen in den Schürzenecken. Neu geformt wurden auch die Frontspoilerlippe sowie die seitlichen Luftleitelemente. Insgesamt filigranere Gittereinsätze sollen der Luft weniger Widerstand bieten.
Am Heck hatten die Entwickler den unteren Teil der Schürze neu modelliert. Den bislang trapezförmigen Mittelteil ersetzen zwei rechteckige Elemente, die ein neues Rücklicht im F1-Stil in die Mitte nehmen. Die vier runden ikonischen Rückleuchten treten mit einer neuen Grafik an. Der aufgesetzte Heckflügel wurde im Profil nachgeschärft. Mit den aerodynamischen Anpassungen soll der Abtrieb des GT-R signifikant höher liegen, ohne den Luftwiderstandsbeiwert cW 0,26 zu verschlechtern. Auch die in allen Aerodynamikbereichen extremer ausgelegten Nismo-Version wurde alle Anbauteile im gleichen Stil nachjustiert.
V6-Biturbo ohne Upgrades
Keine Veränderungen gibt es abermals unter der Motorhaube. Der 3,8 Liter große V6-Biturbo leistet unverändert 570 PS und stellt 637 Nm Drehmoment bereit, die von einem sequenziellen Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe mit Paddelschaltung auf alle vier Räder verteilt werden. In der Nismo-Variante stehen ebenfalls unverändert 600 PS und 652 Nm Drehmoment bereit.
Angeboten wurde der Nissan GT-R im Modelljahr 2024 in den Ausstattungsvarianten Premium und Nismo sowie erneut als limitierte T-Spec-Version. Letztere inkludiert viele Features aus dem Nismo-Modell. So trägt der GT-R beispielsweise dessen goldfarbene 20-Zoll-Schmiedefelgen, die Carbon-Keramik-Bremsanlage, die erweiterte Fahrdynamikregelung und die breiteren vorderen Kotflügel. Dazu kommen verschiedene T-Spec-Label an der Karosserie und im Innenraum sowie eine dunkelgrüne Leder/Wildleder-Ausstattung. Besonders erwähnenswert sind die verfügbaren Sonderlackierungen in Millenium Jade und Midnight Purple – Farben, die ikonische Sondermodelle aus der GT-R-Historie getragen haben.
Den Nismo wertet optional ein neues Optik-Paket auf, das rot akzentuierte Schmiedefelgen, eine in Klarlack gehüllte Carbon-Motorhaube sowie eine neue Motorabdeckung mitbringt. Ebenfalls neu und exklusiv im Programm: Die Lackierung in Stealth Grey.