AMG hat sich den Rekord auf der Nordschleife zurückgeholt: Der GT 63 S 4Matic+ Viertürer ist wieder das schnellste Oberklasse-Auto auf der Rennstrecke in der Eifel – vor dem Porsche Panamera Turbo S. Der Abstand ist jedoch sehr knapp.
Um satte zwei Sekunden hat Mercedes-AMG nun die Bestzeit unterboten, die Porsche im August mit einem Panamera Turbo S fuhr. Der AMG GT 63 S 4Matic+ ist damit wieder das schnellste Oberklasse-Auto am Ring. Im Herbst 2018 hatte AMG mit dem Viertürer schon einmal eine Bestzeit aufgestellt und nun diese Rekordrunde selbst um 2,4 Sekunden unterboten.
Neue Lager, Software und MBUX
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Minimale Änderungen zum neuen Modelljahr machen die bessere Zeit von 7.27,800 Minuten möglich (Porsche: 7.29,81 Min.). Wie schon vor zwei Jahren fuhr AMG-Entwicklungsingenieur Demian Schaffert die Rekordrunde mit einem GT 63 S 4Matic+. Der soll mit geänderten Lagern an Fahrwerk, Antrieb und Motor eine größere Spreizung zwischen Komfort und Sport bieten. Die Software, etwa der Stoßdämpfer, wurde darauf angepasst. Nicht für die Nordschleifen-Bestzeit relevant, aber ebenfalls neu: Das MBUX ist jetzt auf einem neuen Stand.
Rekordrunden werden an der Start-Ziellinie in Abschnitt T13 gestoppt und in die Fahrzeugklassen des Kraftfahrt Bundesamtes (KBA) eingeteilt. Panamera und AMGT GT gehören zur Oberklasse. Mit zwei Ausnahmen entsprach der AMG der Serie: Schalensitz und Vierpunktgurt dienten der Sicherheit. Porsche hatte sogar einen Überrollbügel eingebaut und dessen Gewicht von etwa 100 Kilogramm kompensiert.
Schnellster auf der Nordschleife war 35 Jahre lang Stefan Bellof, der am 28. Mai 1983 im freien Training zum 1000-km-Rennen auf der Nordschleife eine Bestzeit von 6.11,3 Minuten fuhr. Erst Timo Bernhard unterbot diese Zeit am 29. Juni 2018 mit einem Porsche 919 Hybrid Evo; anders als Bellof bei freier Strecke.
Fazit
2,4 Sekunden auf der Nordschleife sind eine Welt. Umso beeindruckender ist die Leistung, weil AMG die Zeit mit vergleichsweise minimalen Änderungen am Auto erreicht hat.
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