Wenn sich die bösen Buben mal wieder in einem Gebäude verschanzt haben und nicht freiwillig die Tür öffnen wollen, dann muss man sich für einen Zugriff anders Zugang verschaffen. Beispielsweise über höher liegende Etagen, Fenster oder das Dach. Mit einer Leiter in der Hand aufzumarschieren, wirkt dabei allerdings wenig Erfolg versprechend.
Leitern und Rampen auf dem Dach
Hier kommt das Unternehmen Inkas aus dem kanadischen Toronto ins Spiel. Die haben eine Art Hightech-Dachträgermodul entwickelt, mit dem sich gepanzerte Einsatzfahrzeuge zum "Tactical Intervention Vehicle" aufrüsten lassen. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen U-förmigen Käfig, der über ein bestehendes Fahrzeug gestülpt wird. Die Fahrzeuganbindung erfolgt über Verschraubungen an Front und Heck sowie Auflagen in Dachbereich. Der vordere Bereich des Trägers integriert zwei hydraulisch aufstell- und ausfahrbare Rampen, die mit Zusatz-Leitermodulen noch verlängert werden können. So lassen sich Höhen von rund sieben Metern erreichen. Für den schnellen Weg auf das Fahrzeugdach steht am Heck eine ausklappbare Treppe bereit.
Der Leiter-Kit für Sturmtruppen passt natürlich nur auf ausgewählte Trucks. Inkas hält dafür den Sentry bereit. Einen Panzerwagen auf Basis von Ford Heavy-Duty-Pick-ups, also aus der F-250/350/450er-Serie, in der Allradversion. Die hier als Sentry TIV (Tactical Intervention Vehicle) ausgelegte, 7,60 Meter lange, 2,35 Meter breite und 3,16 Meter hohe Version bringt eine Panzerung nach Beschussklasse 6 mit und widersteht damit Angriffen mit Maschinengewehren oder Handgranaten. Für einen adäquaten Vortrieb des Mannschaftstransporters, der bis zu zehn Mann aufnehmen kann, sorgt ein 330 PS starker 6,7-Liter-V8-Turbodiesel in Kombination mit einer Zehngang-Automatik.
Wer darauf spekuliert, mit dem Sentry TIV (Tactical Intervention Vehicle) auch mal einen Blick in Nachbars Garten werfen zu können, geht fehl. Die Firma Inkas Armored Vehicle Manufacturing gibt den Sentry TIV nur an Strafverfolgungsbehörden oder andere Spezialeinheiten ab.