Trotz ihres fortgeschrittenen Alters aktualisiert Fiat die Kleinwagen 500 (seit 2007 auf dem Markt) und Panda (in aktueller Generation 2011 eingeführt) mit einem elektrifizierten Antriebsstrang. Im Frühjahr 2020 kommen beide Modellreihen als Mildhybrid mit neuem Benzinmotor auf den Markt.
Neuer Dreizylinder mit 70 PS
Der neue Dreizylinder der Firefly-Motorenfamilie leistet 51 kW / 70 PS und stellt bei 3.500/min. ein maximales Drehmoment von 92 Nm bereit. Sein Motorblock wird im Druckguss-Verfahren aus Aluminium hergestellt, die Zylinderlaufbuchsen bestehen aus Gusseisen. Mit 77 Kilogramm soll der Benziner ein deutlich reduziertes Gewicht aufweisen. Er löst den bisher angebotenen 1,2 Liter-Vierzylinder ab, der 69 PS leistete, aber mit 102 Nm bei 3.000/min. ein etwas höheres Drehmoment bot. Auch das manuelle Sechsganggetriebe ist neu, beim bisherigen Vierzylinder waren fünf Vorwärtsgänge zu verwalten.
Bis zu 30 Prozent weniger CO2
Das Mildhybrid-System in Fiat 500 und Panda besteht aus einem 12-Volt-System mit Riemenstartergenerator. Schon bei Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h schaltet die Start-Stopp-Automatik den Benziner aus, sobald der Fahrer den Leerlauf einlegt. Dafür gibt es einen entsprechenden Hinweis im Kombiinstrument. Rekuperierte Energie wird ein einer 11 Ah großen Lithium-Ionen-Batterie gespeichert. Bei zügiger Beschleunigung kann der Benziner mit bis zu 3,6 kW unterstützt werden.
Fiat spricht von einer Reduzierung der CO2-Emissionen durch geringeren Verbrauch von bis zu 30 Prozent beim Panda Cross. Im Durchschnitt soll die Einsparung bei 20 Prozent im Vergleich zum Vorgänger liegen. Zur Effizienz trägt auch ein lang übersetzter sechster Gang bei. Ebenfalls erwähnenswert: Mit dem neuen Antrieb erfüllen die Fiat-Kleinwagen die strenge Abgasnorm Euro 6d.
Sondermodelle zum Marktstart

Zum Start kamen Fiat 500 und Panda als Mild Hybrid Launch Edition in den Handel. Die Sonderserie ist äußerlich durch eine spezielle Lackierung in "Tau Grün" erkennbar, außerdem gibt es neben einem Schriftzug am Heck auch ein Logo an der Mittelkonsole.
Die Sitzbezüge der Launch Edition sind komplett aus recyceltem Kunststoff hergestellt. Das "Seaqual" genannte Garn für die Ausstattung besteht zu zehn Prozent aus Plastikabfall, der aus dem Meer geholt wurde. 90 Prozent kommen aus Recycling-Anlagen an Land. Auch die Färbung und Veredelung nach dem Webeprozess soll, dem Hersteller zufolge, "mit umweltfreundlichen Methoden" erfolgen.

Nun fächert Fiat die Mild-Hybrid-Palette etwas auf und rollt den Antrieb über weitere Teile der Baureihen aus. So kommt beim Panda nun nicht nur die Offroad-beplankte Cross-Version in den Genuss der Elektro-Unterstützung, sondern auch die normale Urban-Variante. Diese ist mit einem Basispreis von 11.785 Euro auch der günstigste Vertreter der kleinen Hybridflotte. Als Cross kostet der Fiat Panda Hybrid 13.247 Euro. Für den Fiat 500 Hybrid werden mindestens 13.637 Euro fällig; das Cabrio ist – auch wegen einer höherwertigen Basisausstattung – fast 4.600 Euro teurer. Alle Preise enthalten 16 Prozent Mehrwertsteuer.