Umdekorierter 812 Superfast: Der Ferrari Omologata ist ein Unikat

Einzelstück nach Kundenwunsch auf 812-Basis
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Das ist der Ferrari Omologata

Ferrari Omologata 2020 © Ferrari 18 Bilder

Ferrari hat das V12-Modell 812 Superfast auf Wunsch eines Kunden gehörig umdekoriert. Das Ergebnis taufen die Italiener Ferrari Omologata.

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Ferrari hat dem 812 Superfast auf Kundenwunsch die Falten aus dem Blechkleid gezogen. Omologata nennt sich das eigens angefertigte Einzelstück, das in seiner Gestaltung Anleihen beim GT-Rennsport nimmt. Das One-Off-Modell ist das zehnte seiner Art, das auf einer Plattform mit V12-Frontmotor basiert. Ein Jubiläumsmodell also, wenn man so möchte.

© Ferrari / Patrick Lang

Hinten sehen Sie die technische Basis der Omologata - den 812 Superfast. Die Außenspiegel weisen durchaus eine gewisse Ähnlichkeit auf.

Anders als bei anderen Anfertigungen ist die Karosserie nicht etwa aus Karbon gebacken. Stattdessen kommt Aluminium zum Einsatz. Außer der Frontscheibe und den Scheinwerfern habe der Omologata kein Karosserieteil vom Stammzellenspender behalten, sagt Ferrari. Zumindest die Außenspiegel wirken für uns allerdings recht "812esk". Die Frontpartie unterscheidet sich jedoch deutlich, besonders durch die Verlegung der am Superfast sehr prägnanten Lüftungsöffnungen direkt neben den Scheinwerfern. Insgesamt tritt der Omologata weniger kantig und zerfurcht auf, sondern wirkt glatter und klarer. Insgesamt wurden zwei Jahre auf Entwurf, Planung und Konstruktion des Unikats verwendet.

Ein neues Rot

Wenn Sie als echter Tifosi nun schon Schweißperlen auf der Stirn haben, weil Sie seit Minuten verzweifelt versuchen, den exakten Rot-Ton zu bestimmen, dann sparen Sie sich die Mühe. Für den Omologata wurde nämlich eine eigene Farbe namens Rosso Magma angerührt. Es finden sich allerdings auch bekannte historisch bekannte Elemente am Fahrzeug. Etwa die Metallteile auf dem Armaturenbrett, die mit einem Reißlackeffekt versehen an die Nockenwellen-Abdeckungen von Ferrari erinnern. Oder die Türgriffe im Hammerschlag-Look, bekannt aus 250 LM oder 250 GTO. Aus letzterem stammt auch die Inspiration zu den blauen Sitzen.

© Ferrari

Der Hammerschlag-Lack auf Mittelkonsole und Türgriffen erinnert an den 250 GTO.

Auf eine Sicht nach hinten muss der wohlhabende Kunde wohl verzichten. Statt einer Heckscheibe sitzen dort horizontale Lamellen, die das Auto optisch nochmals deutlich vom 812 Superfast abgrenzen. Doch selbst mit dieser Umgestaltung mag der Omologata insgesamt nicht zu den super dramatischen Kreationen der Ferrari-Abteilung für Special Operations gehören. Macht aber nix, es darf durchaus auch mal subtiler zugehen. Wie gut Sie sich in der Ferrari Formensprache auskennen, dürfen Sie gerne bei folgendem kleinen Quiz unter Beweis stellen.

Quiz

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Fazit

Glücklich darf sich schätzen, wer die Möglichkeit hat, sich ein Sportwagen-Unikat auf die Räder stellen zu lassen. Der Omologata ist ein dezent gezeichneter GT, der eine gute Mischung aus alter Schule und neuer Dynamik an den Tag legt.

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