Bentley Continental GT als Le-Mans-Special

Bentley Continental GT - The Le Mans Collection
Speed-8-Hommage mit Rennwagenteilen

2023 feiert Le Mans das runde Jubiläum seines Motorsport-Klassikers: Vor genau 100 Jahren wurde das 24-Stunden-Rennen erstmals ausgetragen. Eine Marke, die eine ruhmreiche Geschichte mit dem berühmtesten Langstreckenrennen der Welt verbindet, heißt Bentley. Anlässlich des 20. Jahrestags des letzten Gesamtsiegs, den die Engländer mit dem Rennwagen namens Speed 8 erreichten, präsentieren sie eine Sonderedition des Continental GT.

Die Stückzahl limitiert Bentley auf 48 Exemplare, die es als geschlossene GT-Variante oder als Cabrio mit dem Kürzel GTC geben wird. Der hauseigene Veredler Mulliner fertigt die Sondereditionen.

W12-Motor im Continental

Unter der Haube steckt ein 6,0 Liter großer W12-Motor. Er leistet 659 PS und ist doppelt aufgeladen. Das maximale Drehmoment liegt bei 900 Nm. Den Sprint von 0 auf 100 km/h bewältigt der Continental GT in 3,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit gibt die Nobelmarke mit 335 Kilometern pro Stunde an. Das Dynamic-Ride-System sowie die Luftfederung samt adaptiver Stoßdämpfung sollen für ein sicheres Fahrverhalten des Engländers sorgen. Optional gibt es neu entwickelte Carbon-Keramik-Bremsen für den mehr als zwei Tonnen schweren Continental.

Ein Highlight des Bentley-Sondermodells ist ein Ventil aus dem Motor des Siegerautos von 2003, das die Engländer in der Instrumententafel platzieren. 24 der insgesamt 32 Ventile des Speed 8 entnahm Bentley und halbierte sie. So erhält jedes Sondermodell ein siegreiches Ventil. Weitere Details des limitierten Luxusautos sind unter anderem die Einstiegsleiste mit dem Schriftzug "The Le Mans Collection" und die Siegerkränze für die einzelnen Gesamtsiege.

Bentley Continental GT - The Le Mans Collection
Bentley

Dem im British-Racing-Green lackierten Continental verpasst Bentley einen speziellen Kühlergrill. Die Startnummer 7 erinnert an den siegreichen Speed 8 aus Le Mans, der ebenfalls diese Zahl auf dem Auto hatte. Ein weißer Streifen, der sich über die Motorhaube und das Dach erstreckt, akzentuiert den Engländer. Die schwarzen 22-Zoll-Räder runden das optische Auftreten des Sondermodells ab.

Gewollter Sieg des Speed 8

Mit dem geschlossenen Prototyp Speed 8 kehrte Bentley 2001 nach Le Mans zurück. Die zum VW-Konzern gehörende Marke wollte bei dem Klassiker wieder siegen. Dafür benutzte Bentley als Plattform den Audi R8C, den die Konzernschwester 1999 in Le Mans an den Start brachte. Auf dieser Basis entwickelte das Designer-Team um Peter Elleray den Speed EXP 8, der nach weiteren Evolutionen nur noch Speed 8 hieß.

Damit der Rennwagen genug Leistung hatte, bediente sich Bentley im Audi-Regal und pflanzte einen 3,6 Liter großen V8-Motor ins Auto. Nach dem ersten Versuchsjahr stieg der Hubraum auf vier Liter an. Für das Jahr 2003 wollte der VW-Konzern Bentley siegen sehen und stutzte Audi die Flügel. Das Joest-Team leitete bis dato die Werkseinsätze von Audi in Le Mans. Ein großer Teil der Truppe wechselte dafür die Teamfarben und verhalf den Engländern zum Triumph. Diesen ehrt Bentley nun mit der Sonderedition des Continental GT.