Ein Rennen über 24 Stunden, besonders auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt, fordert Opfer. Das beginnt schon im Vorfeld bei der Vorbereitung auf den Marathon. Bereits da schuften die Mechaniker, und schlagen sich teilweise die Nächte um die Ohren, um die Autos kugelsicher zu machen. Oder um Schäden aus den Trainings zu reparieren.
138 Autos wurden für die 50. Ausgabe auf der Nürburgring-Nordschleife gemeldet. 135 standen laut offizieller Liste tatsächlich am Samstag um 16 Uhr am Start. 93 überstanden die komplette Distanz. 42 schafften es nicht in die Wertung. Fast ein Drittel also packte vorzeitig ein. Was einmal mehr zeigt, dass die Grüne Hölle immer wieder ihre Opfer fordert. In jeder Hinsicht. Allein in der Top-Klasse SP9 erwischte es 18 der 33 Starter.

Ruhm und Ehre in den Klassen
Audi feierte am Ende seinen sechsten Gesamtsieg am Nürburgring. Auch eine nachträgliche Strafe von 32 Sekunden stoppte den Phoenix-Audi R8 LMS GT3 Evo2 mit der Startnummer 15 nicht, der insgesamt 159 Runden auf der 25,378 Kilometer langen Rennstrecke drehte. Über die schnellsten Fahrzeuge am Ring haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet. Dieses Rennen kennt jedoch nicht nur einen Helden, sondern viele.
Insgesamt riefen die Veranstalter 22 Klassen aus, die sich untereinander um Ruhm und Ehre stritten. Die zweitgrößte nach der SP9 war die Cup-3-Klasse mit 12 teilnehmenden Fahrzeugen. Das Modell: der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport. In den Klassen abseits der GT3-Autos muss nicht nur möglichst schnell gefahren, sondern auch oft in den Rückspiegel geschaut werden, um den schnelleren Autos aus dem Weg zu gehen.
Das macht die Aufgabe doppelt schwer. Schön zu sehen: Die Top-Piloten beschweren sich deutlich weniger als noch in früheren Jahren über die langsameren Autos, und den Verkehr. Ohne den bunten Blumenstrauß wäre das 24h-Rennen Nürburgring nicht mal die Hälfte wert. Die verschiedenen Fahrzeuge und Konzepte gehören zu diesem Klassiker genauso wie die Fans auf den Campingplätzen an der Nordschleife.
In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die Klassensieger beim diesjährigen Marathon zwei Mal um die Uhr. Noch wichtig zu wissen: Die nächste Ausgabe des Eifel-Klassikers steigt vom 18. bis 21. Mai 2023.