DTM Ungarn 2014, Rennergebnis: Wittmann holt seinen zweiten DTM-Sieg

DTM Ungarn 2014, Rennergebnis
Wittmann holt seinen zweiten DTM-Sieg

Für den 24 Jahre alten Franken war es nach dem Erfolg beim Saisonstart in Hockenheim der zweite DTM-Sieg, durch den er als Gesamtführender zu seinem Heimspiel auf dem Norisring (27. bis 29. Juni) fährt. "Das ist ein toller Erfolg, denn man weiß am Ende nie, ob die Leute mit den Options-Reifen noch herankommen. Aber die Rechnung ist aufgegangen. Ich habe einen großen Vorsprung herausgefahren und diesen verwaltet, ohne Fehler zu machen. An den Titel verschwende ich keinen Gedanken, wir denken von Rennen zu Rennen", sagte Wittmann.

Bruno Spengler kämpft sich auf Rang 3

Auf die Plätze zwei und drei fuhren Miguel Molina (Audi) und Bruno Spengler (BMW). Das erste Rennwochenende der DTM in Ungarn seit 26 Jahren verfolgten insgesamt 33.000 Zuschauer. Molina, der Drittplatzierte des Qualifyings, war nach dem Start zunächst um einige Positionen zurückgefallen. Im Laufe des Rennens kämpfte sich der Spanier im Audi RS 5 DTM wieder auf den zweiten Platz nach vorn. "Wir waren sehr schnell, und ich bin nach dem großen Pech in den ersten beiden Rennen sehr glücklich über diesen zweiten Platz. Wir haben uns dieses Podium verdient und es gibt ja noch einige Rennen. Und da will ich auch mal gewinnen", sagte Molina nach seiner ersten Podiumsplatzierung seit dem Saisonfinale 2011.

Spengler war mit einer anderen Strategie unterwegs. Er fuhr in der zweiten Rennhälfte mit den schnelleren Options-Reifen und überholte auf dem Weg zu Platz drei einen Konkurrenten nach dem anderen. "So etwas hat man nicht so oft", sagte der Kanadier, der nur an Wittmann und Molina nicht mehr herankam.

Packende Duelle um die Top Ten-Plätze

Spenglers Landsmann Robert Wickens (Mercedes-Benz) hatte auf dem Hungaroring seine ersten Punkte der Saison vor Augen. Von der 17. Startposition fuhr er im DTM Mercedes AMG C-Coupé zwischenzeitlich bis auf den siebten Rang vor, wurde dann aber in den letzten Runden wieder nach hinten bis auf Rang elf durchgereicht. "Ich hatte einen guten Start und lange freie Fahrt. Es ist schwierig, wenn man sein eigenes Rennen fährt. Am Ende ist es schade, dass ich die Punkteränge verpasst habe. Wir haben aber einen Schritt nach vorne gemacht", sagte der bestplatzierte Mercedes-Benz-Pilot.

Der Kampf um die Top-Ten-Plätze bot den ungarischen Zuschauern jede Menge packende Duelle. Vor allem in der Schlussphase ging es turbulent zu. BMW-Pilot Timo Glock lag nach harten Zweikämpfen mit dem letztlich viertplatzierten Edoardo Mortara (Audi) auf Rang fünf, wurde in der letzten Runde aber durch eine Kollision mit Nico Müller (Audi) aus dem Rennen geworfen. Adrien Tambay (Audi), Maxime Martin (BMW), Jamie Green (Audi) und António Félix da Costa (BMW) belegten die Plätze fünf bis acht. Die beiden Audi-Piloten Mattias Ekström und Mike Rockenfeller komplettierten die Punkteränge. Mit 50 Punkten hat Marco Wittmann nach den ersten drei Rennen bereits 19 Zähler Vorsprung auf Titelverteidiger Rockenfeller (31). Mortara ist in der Gesamtwertung Dritter (27).