Grundsätzlich offeriert BMW den neuen 2er Active Tourer in fünf unterschiedlichen Ausstattungslinien, die sich bis auf den 225i mit allen Motoren kombinieren lassen. Doch schon das Basismodell, mindestens 27.200 Euro teuer, stattet BMW recht üppig aus. So sind Klimaanlage, Licht- und Regensensor, Farbbildschirm, iDrive- Controller sowie Radio mit USB-Anschluss ebenso Serie wie ein City-Notbremsassistent und eine hilfreiche Notruffunktion. Wichtig für alle, die etwas auf ihr Geld achten wollen: Nahezu alle relevanten Extras sind auch für die Basisausführung zu haben.
BMW 2er Active Tourer mit klappbarer Beifahrersitzlehne
Dennoch empfiehlt es sich, beim BMW 2er Active Tourer in eine der Linien zu investieren. Für 1.350 Euro mehr beinhalten beispielsweise die Advantage-Modelle eine Zweizonen-Klimaautomatik, Parkpiepser hinten sowie einen Abstandsregeltempomaten. Darauf aufbauend folgt die Sport Line (plus 1.600 Euro) inklusive Sportsitzen, größeren Rädern, schwarzen Designelementen, zusätzlich aktivierbarem Sport+-Modus und umfangreichem Lichtpaket. Die nochmals 1.350 Euro teureren Luxury-Modelle präsentieren sich mittels reichlich glänzenden Chromleisten, eleganten Vielspeichenrädern und sehr bequemen Ledersitzen ausgesprochen nobel. Im November folgen abschließend die sportiven M-Derivate mit Aerodynamikpaket, Sportfahrwerk, Alcantara-Sportsitzen und speziellen Rädern.
Zusätzlich wartet der BMW 2er Active Tourer mit vielen empfehlenswerten Optionen auf, die sonst kaum ein kompakter Van bietet. So lässt sich nicht nur die Lehne des Beifahrersitzes ganz nach vorne umklappen und die Rückbank im Fond längs verschieben – zu den reizvollen Extras zählen auch LED-Scheinwerfer mit Abbiegelicht (990 Euro), adaptive Dämpfer (500 Euro) und eine variable Sport-lenkung (350 Euro).
Sehr zu empfehlen, da es zu den derzeit besten Systemen am Markt überhaupt zählt: das Navigation-Plus-Paket (2.490 Euro) inklusive 8,8 Zoll großem Bildschirm, Head-up-Display, iDrive Touch-Controller und sämtlichen Connected-Drive-Angeboten.
Ebenfalls raten können wir zu den kamerabasierten Fahrerassistenzsystemen (ab 650 Euro). Selbst ein Stauassistent, der selbstständig lenkt und die Geschwindigkeit dem Stop-and-go-Verkehr anpasst, ist verfügbar.
BMW 2er Active Tourer mit neuentwickelten Dreizylinder-Motoren
Mit der Einführung des neuen 2er Active Tourer feiert bei BMW nicht nur der Frontantrieb Premiere, erstmals kommen mit 218i und 216d auch zwei neu entwickelte Dreizylinder mit 1,5 Liter Hubraum und Turboaufladung zum Einsatz. Während der besonders sparsame Diesel (Normverbrauch: 3,8 l/100 km) zusammen mit den Vierzylindern 220i und 220d erst Ende des Jahres erhältlich sein wird, konnten wir den 136 PS starken Benziner bereits fahren. Und wir sind durchaus beeindruckt. So arbeitet der kleine Direkteinspritzer nicht nur laufruhig und leise, er setzt Gasbefehle auch spontan um, dreht locker über 4.000 Touren und vermittelt viel Fahrspaß. Passend dazu: das präzise rastende Sechsgang-Schaltgetriebe.
Noch mehr Laune macht aber der ebenfalls ab Marktstart erhältliche BMW 225i. Kostenpunkt: ab 37.950 Euro. 231 PS stark, sorgt er im Verbund mit einer fein abgestimmten Achtgangautomatik für ausgesprochen gute Fahrleistungen. Nullhundert erledigt der BMW in knackigen 6,6 Sekunden. Sein sattes Drehmoment von 350 Nm ermöglicht aber ebenso entspanntes Cruisen. Erst bei respektablen 240 km/h ist Schluss. Und wer sich für 150 Euro zudem das Steptronic-Sportgetriebe gönnt, kann die Vorteile des Turbobenziners mittels kürzerer Schaltzeiten, Schaltwippen und Launch Control noch weiter ausreizen.
Mit einem Preis von 31.050 Euro deutlich günstiger, dank eines Drehmoments von 330 Nm aber ähnlich kräftig motorisiert, verdient indes der 218d eine besondere Empfehlung. Dank neuem Einspritzsystem verbrennt der Zweiliter-Diesel deutlich leiser und schiebt wie gewohnt schon ab 1.700 Touren kräftig an. Sein NEFZ-Verbrauch liegt dennoch bei schlanken 4,1 l/100 km. Ideale Ergänzung: die für alle Vierzylinder angebotene Steptronic-Achtgangautomatik (2.100 Euro). Aber auch die Dreizylinder-Fraktion muss nicht selber schalten: Hier hält BMW eine Sechsgangautomatik vor (1.950 Euro). Beide Getriebe beherrschen den Segelmodus und arbeiten im Verbund mit dem Navi besonders sparsam.
Abschließend noch ein Tipp für alle, die gern auf verschneiten Strecken flotter unterwegs sind: Im November folgen die allradgetriebenen xDrive-Varianten von BMW 225i Active Tourer (ab 39.950 Euro) und 220d (ab 38.600 Euro).
BMW bietet drei Finanzierungswege an
Schade – eine exemplarische Berechnung der Unterhaltskosten sowie die zugehörige Auswertung, ab welcher Jahresfahrleistung sich die Diesel rechnen, war bei Redaktionsschluss noch nicht möglich. Die hierfür notwendigen Versicherungseinstufungen gibt es erst Mitte September. Da das Befeuern der Selbstzünder aber höhere Steuern mit sich bringt, während sich die Kraftstoffpreise mehr und mehr angleichen und die modernen Benzindirekteinspritzer immer sparsamer werden, fährt man mit den Ottomotoren meist bis etwa 20.000 Kilometer pro Jahr günstiger.
Privatkunden können bei BMW mittlerweile neben dem oft gewählten Leasing zwischen klassischem Ratenkredit und der Zielfinanzierung wählen. Vorteil hier: Nach einer individuell vereinbarten Anzahlung, beispielsweise 20 Prozent des Listenpreises, sind vergleichsweise günstige Monatsbeiträge zu bezahlen. Am Ende steht schließlich eine Schlussrate an, die sich ebenfalls über die BMW-Bank finanzieren lässt.
In den Tabellen unten finden Sie exemplarisch Finanzierungsmodelle für einen kostengünstigen 218d Advantage sowie für einen deutlich teureren 225i Sport Line.