Sie haben McLaren seit ihrem Amtsantritt 2017 wieder zum Siegerteam gemacht. Ist das mit dem zu vergleichen, was Ron Dennis ab 1981 geschafft hat?
Brown: Ich habe darüber nie wirklich nachgedacht. Aber ich würde mich nie mit Ron Dennis vergleichen, weil er für mich neben Enzo Ferrari und Bernie Ecclestone zu den drei größten Legenden des Motorsports zählt. Sie haben das geschaffen, was die Formel 1 heute ist. Ich wäre gerne auf dieser Liste, würde es aber nie wagen, mich heute schon darauf zu setzen. Ich habe mit McLaren sechs Rennen gewonnen. Das hatte Ron allein an Titeln. Aber ich fühle mich schon als Kapitän eines unglaublichen Teams, das einmal dem Erfolg gerecht werden will, den McLaren über viele Jahre in diesem Sport hatte.
Was ist Ihre Vision?
Brown: Ich kümmere mich mehr um die Dinge außerhalb der Rennstrecke. Unsere Angebote für die Fans, den Aufbau der Marke, die Sponsoren. Ich glaube da haben wir viel bewegt. Man darf auch nie stehenbleiben, weil sich die Zeit so schnell ändert. Die Farbe Papaya ist ein Markenartikel geworden. Wenn ich es mit Star Wars vergleiche, dann hat McLaren lange die Rolle des Darth Vader eingenommen. Dunkel, kalt, furchteinflößend. Wir versuchen gerade ein bisschen wie Skywalker auszusehen. Viel positive Energie, farbig, jung. Da spricht der Fan in mir. Auf der Strecke kümmert sich Andrea Stella darum, wieder ein Team zu werden, das regelmäßig gewinnt.
Wie kamen Sie zum Motorsport?
Brown: Ich habe meinen ersten Grand 1981 in Long Beach gesehen. Da habe ich Eddie Cheever getroffen. Ich erinnere mich noch genau, welchen Eindruck die Formel 1 damals auf mich gemacht hat und sehe es als meine Verantwortung, diese Emotionen und diese Begeisterung auf McLaren zu übertragen. Am Ende des Tages machen wir alles für unsere Fans.

Zak Brown hat McLaren bei den Fans wieder populär gemacht.