Mercedes bleibt beim Konzeptwechsel des W14

Mercedes in der Zwickmühle?
Konzeptwechsel trotz Aufwärtstrend

Es war ein Saisonstart, der für ein Team mit der Fallhöhe von Mercedes einem Albtraum gleichkommt. In zwei Rennen gab es kein Podest. Red Bull fährt in einer eigenen Welt. Das war auch beim GP Australien so, wo Mercedes seine bisher beste Saisonleistung abrief. George Russell und Lewis Hamilton parkten ihre schwarzen W14 direkt hinter Max Verstappen in der Startaufstellung. Hamilton sicherte seinem Team das erste Podium der Saison.

Beide überrumpelten den Dominator der Szene in der ersten Runde. Russell direkt in der ersten Kurve, Hamilton zwei Ecken später. Verstappen klagte, sein alter Rivale habe ihn neben die Strecke gedrängt, und die Rennleitung ihre eigenen Regeln nicht eingehalten. Hamilton wollte davon nichts wissen. "Das war ein normaler Zweikampf ohne Berührung. Max hat früh gebremst, ich spät. So konnte ich auf der Innenspur durchschlüpfen."

Mit dem Motor am Limit

Die Ingenieure machen mit dem W14 Fortschritte. Das Verständnis für die passende Abstimmung wächst. Erstmals in dieser Saison führte Mercedes sogar für elf Runden einen Grand Prix an. Russell für sechs Umläufe, bis zu seinem Boxenstopp, Hamilton danach für weitere fünf Runden.

Es war die richtige Entscheidung vom Kommandostand, die Strategie früh zu splitten. Nur hatte Russell Pech, dass die Rennleitung nach einer Runde hinter dem Safety-Car das Rennen abbrach. So konnten alle einen Gratis-Wechsel abwickeln. "Sonst hätte George eine gute Gelegenheit bekommen", ist sich Teamchef Toto Wolff sicher. Dieser Meinung war man auch bei Ferrari, die dasselbe mit Carlos Sainz taten. Beide hätten bei einem normalen Rennverlauf danach vielleicht sogar eine Mini-Mini-Chance gegen Verstappen gehabt. Ansonsten hätte das Strategie-Programm die Position zwei ausgemacht.

George Russell - Mercedes - GP Australien 2023 - Melbourne - Rennen
Motorsport Images