F1-Technik: Mercedes und Ferrari mit Konzept-Wechsel

Red-Bull-Verfolger im Technik-Check
Mercedes mutiger als Ferrari

Mercedes hält den Ball flach. Nach zwei Jahren mit nur einem Sieg, einem dritten und einem zweiten Platz im Gesamtklassement, wollte der Serien-Weltmeister von früher bewusst keine großen Ansagen machen und Hoffnungen wecken, die man vielleicht nicht erfüllen kann. Nach einer kurzen Präsentation auf YouTube verschanzte sich das Werksteam im verregneten Silverstone, um die ersten Kilometer abzuspulen.

Um die Erwartungshaltung unter Kontrolle zu halten, rückte Mercedes vom üblichen Frage- und Antwortspiel zum neuen Auto ab. Es gab nur gefilterte Informationen. Mercedes stellte sich die Fragen selbst und geizte mit Fotos, die mehr verraten könnten, als man verraten wollte. Die Computeranimationen zeigten ein weitgehend schwarzes Auto vor schwarzem Hintergrund.

Immerhin bringen die silberne Oberseite der Nase, die türkisgrünen Petronas-Streifen und das Ineos-Rot ein bisschen mehr Farbe ins Spiel als im letzten Jahr. Was ein Indiz dafür ist, dass die Ingenieure beim Einsparen von Gewicht gute Arbeit geleistet haben. Im letzten Jahr musste noch mehr Lack dran glauben.

Mercedes AMG W15 - F1-Auto 2024
Mercedes

Zwischen Hoffen und Bangen

Mercedes trägt immer noch schwer mit dem Absturz nach acht glorreichen Jahren in die zweite Reihe. Das spiegelt sich praktisch in jeder Aussage: "Wenn es weh tut, vergisst man es nicht", beschreibt Teamchef Toto Wolff seinen Gemütszustand und den seiner Truppe.