Mit 69 Punkten in vier Rennen hat McLaren den besten Saisonstart der letzten zwölf Jahren hingelegt. Dazu gab es auch schon das erste Podium durch Lando Norris in Melbourne. Trotzdem ist von Jubelstimmung in Woking keine Spur. Mit lautstarken Kampfansagen in Richtung Red Bull hatte die Teamleitung die Latte in der Winterpause hochgelegt. Doch vom Marktführer ist McLaren aktuell weiter entfernt als zum Ende der Vorsaison.
Suzuka bot den Ingenieuren die perfekte Möglichkeit, den genauen Fortschritt zu messen. Auf der Honda-Hausstrecke war die Königsklasse erst sechs Monate zuvor zu Gast. Trotz unterschiedlicher Jahreszeiten präsentierten sich die Bedingungen vergleichbar. Und Pirelli hatte die identischen Mischungen im Gepäck. Das erleichterte die Analyse.
Die Zahlen sprachen allerdings keine ganz eindeutige Sprache. In der Qualifikation ließ Lando Norris seinen Papaya-Renner etwas besser aussehen, als er in Wirklichkeit war. Als einer von wenigen Piloten im Feld konnte der Brite im entscheidenden Q3-Abschnitt zwei fehlerfreie Runden auf den Asphalt zaubern. Der Lohn war Startplatz drei mit nicht einmal drei Zehnteln Rückstand auf Pole-Setter Verstappen.

Im Qualifying war McLaren schneller, im Rennen drehte Ferrari die Reihenfolge um.
Ferrari überholt McLaren im Rennen
Die Norris-Zeit lag am Ende 0,969 Sekunden unter der Spitzenmarke von Oscar Piastri aus dem letzten Suzuka-Quali. Der Australier hatte vor sechs Monaten das interne Duell für sich entschieden. Zum Vergleich: Red Bull verbesserte sich nur um 0,68 Sekunden. Bei Ferrari betrug der Fortschritt 0,86 Sekunden. Die genaue GPS-Analyse zeigte, dass die Verfolger vor allem in den S-Kurven auf die Weltmeister aufgeholt hatten.