Lewis Hamilton: Traum vom F44-Supercar

Formel-1-Superstar will Hypercar designen
Hamilton träumt von eigenem Ferrari F44

Zwölf Jahre lang war Lewis Hamilton Mercedes-Werksfahrer in der Formel 1. Nimmt man noch seine McLaren-Zeit von 2007 bis 2012 hinzu, werkelte immer ein Mercedes-Aggregat im Heck des Rekordsiegers. Es war kaum vorstellbar, dass die enge Beziehung zwischen Hamilton und der Premium-Marke aus Stuttgart einmal zu Bruch gehen würde.

Doch dann schockte der 40-Jährige am 1. Februar 2024 mit seinem Wechsel zu Ferrari die Motorsport-Welt. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister stellt sich seit dieser Saison der Herausforderung, bei der Scuderia Titel Nummer acht einzufahren und damit alleiniger Rekord-Champion der Königsklasse zu werden.

Der Superstar wird seit seinen ersten Gehversuchen für die Italiener noch mehr beäugt, als es vorher schon der Fall war. Auch abseits der Rennstrecke sorgt Hamilton für Aufsehen. Der Engländer plant bereits ein neues Projekt, wie er am Rande des GP von Australien beim Saisonauftakt verraten hat. "Eines der Dinge, die ich wirklich tun möchte, ist, einen Ferrari zu designen. Ich möchte einen F44 entwerfen." Die Zahl 44 steht dabei für Hamiltons Startnummer, mit der seit 2014 in der Formel 1 um Siege und Titel kämpft und die zu einer eigenen Marke geworden ist.

Ferrari F40 (1990) Rosso Corsa
Courtesy of Broad Arrow Auctions

Kaum technische Details für Hamilton-Renner

Das Auto soll sich an einer Sportwagen-Legende von Ferrari orientieren: "Grundlage ist ein F40, mit echtem Schaltgetriebe. Daran werde ich in den nächsten Jahren arbeiten."

Weitere Informationen zur Technik oder dem Design seines Traumwagens gab Lewis Hamilton noch nicht bekannt. Wie nah wird man sich am F40 anlehnen? Der Wagen war eine Entwicklung der 1980er-Jahre. Eine rohe Fahrmaschine mit einem 2,9 Liter großen V8-Biturbo. 478 PS sorgen für eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 320 Kilometer pro Stunde.

Der F40 hat keine Traktionskontrolle, kein ABS oder andere Fahrassistenzsysteme und ist dementsprechend schwer zu beherrschen. In der Vergangenheit häuften sich die Unfälle mit dem seltenen Sportwagen, der mehrere Millionen Euro wert ist. auto-motor-und-sport-Experte Alex Bloch hat untersucht, wieso es zu den vielen Abflügen gekommen ist.

Ein Leergewicht von weniger als 1.100 Kilogramm erzielten die Ingenieure auch mit Kohlefaser-Teilen, die damals als revolutionär galten.

Lewis Hamilton - AMG One
Mercedes

Hamilton war selbst Hypercar-Fan

Falls der F44 kommen sollte, hätte sich Lewis Hamilton ein weiteres Mal in die Geschichtsbücher des Motorsports eingetragen. Der Sprint-Sieger des Grand Prix von China (22.3.) gilt ohnehin als Supersportwagen-Enthusiast. Hamilton half zu seiner Mercedes-Zeit schon bei der Setup-Arbeit des AMG One. Nach vielen Verzögerungen bis zur Fertigstellung des Projekts erhielt der Mann aus Stevenage eine der seltenen Hybrid-Flundern.

Im Laufe seiner langen Formel-1-Karriere hatte sich der 105-malige GP-Sieger schon das ein oder andere automobile Hypercar in die Garage gestellt. Dennoch überraschte Hamilton mit der Ankündigung und seiner Vision, einen Straßen-Ferrari zu bauen. Erst im November 2024 erklärte er gegenüber auto motor und sport, dass er in Zukunft keine Supersportwagen mehr kaufen wolle. Falls die F44-Vision zur Realität wird, würde er seine eigene Aussage sicherlich noch einmal überdenken.