Aston Martin ist aktuell WM-Zweiter. Was hatten Sie denn in Ihren kühnsten Träumen von der Saison erwartet?
Krack: Das hatte ich nicht gedacht. Wir wussten, dass wir uns verbessern würden. Wir hatten das ja bereits im letzten Jahr getan. Am Ende waren wir zwar nur Siebter. Das Auto war am Saisonende allerdings besser als diese Position.
Wie gut denn wirklich?
Krack: Das hing natürlich mit der Strecke zusammen. In Abu Dhabi konnten wir mit McLaren und Alpine mitfahren. Ich glaube, sie waren immer noch ein oder zwei Zehntel schneller. Aber wir hatten den Abstand so weit geschlossen. Als Fernando am nächsten Tag unserer Auto getestet hat, haben wir gesehen, dass es nicht so schlecht ist. Er hatte ja den Vergleich mit dem Alpine. Wir waren also um Platz vier herum im letzten Jahr. Basierend darauf haben wir versucht, einen Schritt zu machen. Ich glaube, der ein oder andere Wettbewerber hat sein Paket vielleicht noch nicht zusammen. Wenn man dann wie wir einen Schritt macht, und die anderen haben vielleicht verwachst, dann ist das alles erklärbar.

Wann war der Wendepunkt für Aston Martin? Gerade Melbourne 2022 war ja ein katastrophales Wochenende für das Team.
Krack: Ja, zwölf Monate ist das her. Man kann sagen, das war eine Vollkatastrophe. Das Wichtigste war, dass wir in dieser Zeit zusammenhalten. Es häuft sich in so einer Phase der Frust an, wenn in den ersten drei Rennen nichts geht. Wenn da jeder anfängt, auf den anderen zu schießen, geht es schnell schief. Das haben wir hinbekommen. Wir sind aus Melbourne weg und haben einen Punkt nach dem anderen abgearbeitet. Alles auf einmal bekommst du sowieso nie gelöst. Zusammen mit den Fahrern haben wir ausgemacht, wo die größten Schwachstellen am Auto sind. Konsequent wurde einer nach dem anderen ausgemerzt.