Das erste Training des GP Italien hat Max Verstappen für sich entschieden. Der Red-Bull-Pilot setzte in Monza die schnellste Rundenzeit. Für den 5,793 Kilometer langen Highspeed-Kurs benötigte der Niederländer 1.21,676 Minuten und war mehr als zwei Zehntelsekunden schneller als Charles Leclerc.
Der Monegasse konnte in seinem Ferrari Lando Norris um 13 Tausendstelsekunden bezwingen. Der Zandvoort-Sieger war somit als Dritter bester McLaren-Pilot. Carlos Sainz kam im zweiten Ferrari auf den vierten Rang. Damit befriedeten beide Piloten das anspruchsvolle Publikum schon mal im ersten Training des Heim-GP.

Valtteri Bottas im Sauber überzeugte mit Platz fünf im ersten Training.
Bottas stark im Sauber
Der Überraschungsmann war jemand, der um sein Cockpit für 2025 kämpfen muss. Valtteri Bottas zeigte mit Rang fünf eine überzeugende Leistung. Der Finne führte für lange Zeit sogar das Tableau an, ehe der Sauber-Mann noch von den bereits genannten Piloten übertrumpft wurde. Dennoch: Nach vielen schwachen Wochenenden sendete das Schweizer Team ein positives Zeichen. Die in Monza gebrachten Upgrades wie Front- und Heckflügel, Diffusor sowie der neue Unterboden scheinen Potenzial zu besitzen.
Oscar Piastri reihte sich hinter Bottas ein. Der McLaren-Fahrer landete vor Lewis Hamilton im Mercedes und Alexander Albon (Williams). Die Top-Ten rundeten Sergio Perez im Red Bull und Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso ab.

Andrea Kimi Antonelli legte den Mercedes in der Parabolica in die Reifenstapel.
Antonelli wirft Mercedes weg
Ein aus seiner Sicht negatives Ausrufezeichen setzte Andrea Kimi Antonelli. Der 18-Jährige durfte im ersten Training für George Russell den Mercedes W15 steuern. Der als Supertalent gehandelte Italiener legte sofort gut los und war kurzzeitig an der Spitze zu finden. Doch in Runde 6 übertrieb es Antonelli. In der Parabolica war er zu schnell und feuerte den Mercedes in die Reifenstapel.
Mit gesenktem Kopf zog Antonelli von dannen. George Russell beobachtete die Szene mit versteinerter Miene. Immerhin: Das Auto war nach wenigen Minuten zurück in der Box. Die Mechaniker haben nun fast drei Stunden Zeit, um den W15 wieder flottzubekommen.
Ein fast fehlerfreies Debüt zeigte Franco Colapinto. Der Argentinier fährt ab Monza für Logan Sargeant bei Williams. Colapinto landete auf dem 17. Platz – und kurz vor Schluss fast in der Bande. An der gleichen Stelle wie Antonelli verlor der 21-Jährige kurz die Kontrolle über seinen Williams, konnte den Einschlag aber vermeiden.
Das zweite Training findet um 17.00 Uhr deutscher Zeit statt. In unserem Live-Ticker auf der Website verpassen Sie wie immer nichts.