Red-Bull-Dominanz: Wie viel fehlt den Verfolgern?

Analyse der Red-Bull-Überlegenheit
Wie viel fehlt den Verfolgern?

GP Saudi-Arabien 2023

Charles Leclerc fasst die Situation der Formel 1 nach zwei Läufen in einen einfachen Satz: "Red Bull fährt auf einem anderen Planeten." Lewis Hamilton hat den Titel 2023 schon abgeschrieben. Weil man einen solch großen Rückstand nicht mehr rechtzeitig egalisieren kann. Wenn man ihn überhaupt aufholt.

Die Überlegenheit des Red Bull RB19 erinnert an den Lotus 79 von 1978, den McLaren MP4-4 von 1988, den Williams FW14B von 1992, die Ferrari F2002 und F2004, den Red Bull RB8 von 2013 und die Mercedes W5 und W11 aus den Jahren 2014 und 2020. George Russell zweifelt selbst das an: "Der Red Bull ist das beste Rennauto, das ich je gesehen habe. Besser als jeder Mercedes der letzten zehn Jahre."

Überlegenheit in Jeddah noch größer

Beim Saisonauftakt fingen sich Red Bulls Gegner die erste böse Ohrfeige ein. Nach 57 Runden lag Aston Martin 38,6 Sekunden zurück, Ferrari 48,0 Sekunden und Mercedes 50,9 Sekunden. Dabei mussten Max Verstappen und Sergio Perez im letzten Stint noch deutlich das Tempo drosseln, um über die Runden zu kommen. Der einzige Gegner von Red Bull ist derzeit die Technik.

Die Strecke in Bahrain nimmt eine Ausnahmestellung im Kalender ein. Nirgendwo sonst ist der Asphalt so rau, nirgendwo sonst wird so oft hart gebremst und beschleunigt. Für die Reifen ist das die größtmögliche Tortur. Das nährte die Hoffnung der Konkurrenz, dass Bahrain die Stärken des Red Bull und die eigenen Schwächen besonders betonte, und dass auf dem flüssigen Layout und glatten Asphalt in Jeddah wieder der Normalzustand eintreten würde.

Max Verstappen - Formel 1 - GP Saudi-Arabien 2023
xpb